#91

RE: Eure nächsten Projekte?

in Technik - Hifi-Bereich 28.08.2015 10:17
von tom539 • 1.560 Beiträge

Hallo,

habe die nachfolgenden Einträge nach hier verschoben.


Gruß, Tom
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#92

Projekt: Netzwerkspieler

in Technik - Hifi-Bereich 03.09.2015 10:24
von Pale Blue Eyes • 312 Beiträge

Hallo,

ich möchte mir im Herbst jetzt endlich einen Netzwerkspieler zulegen, Preisklasse bis ca. 2.500,- €. Das Angebot in dieser Preisklasse ist leider eingeschränkt. Der Netzwerkspieler muss in Silber erhältlich sein, damit ich ihn in meine Anlage auch optisch integrieren kann. Mir fallen somit nur ein paar gute Alternativen ein:

Kandidaten:
Linn Majik DS
Cambridge 851N
Moon Neo 280 D + MIND-Modul
Auralic Aries LE + D/A-Wandler, z.B. NAD M51
Andere Alternativen ?

Anforderungen:
Ich hätte eigentlich lieber ein Gerät, Netzwerkspieler und zusätzlicher D/A-Wandler brauchen mehr Platz und müssen dann wieder über ein ordentliches Digitalkabel verbunden werden. Wichtig sind Klang, Bedienbarkeit und Stabilität der Software (Android-App), Gapless, Haptik, Flexibilität (Anschlüsse), etc. Ich werde zunächst versuchen, die angesprochenen Alternativen in den HIFI-Studios zu hören und anschließend ein oder zwei Geräte bei mir im heimischen Netz zu testen.

Erster Klangvergleich:
Leider war der Moon NEO 280 D nicht zu hören, sondern nur sein großer Bruder 380 D. Einen anderen Händler für Moon-Geräte kann ich nicht auftreiben. Das Vergleichsgerät war der Cambridge 851N. Nächste Schwierigkeit: Einbindung ins Netz des Händlers und Test als Netzwerkspieler war nicht möglich, sondern nur Vergleichshören als D/A-Wandler. Gegen Moon spricht auch, dass es offensichtlich aktuell noch keine Android-App gibt.

Also nur Vergleichshören auf D/A-Wandler-Niveau. Setup: Wilson Audio Sophia, Accuphase 470, Moon AUDIO CD-Laufwerk + 380 D D/A-Wandler bzw. Cam-bridge 851N als Wandler.

Meine Erwartungen vor Beginn: Ich habe vermutet, dass der Cambridge heller klingt und in der Abbildung auch hinter dem Moon zurückbleibt. Oft bleiben die günstigeren Geräte in der Disziplin „Raumtiefe“ zurück und der Klang klebt mehr an den Lautsprechern als er sich löst.

Den Anfang hat der 380 D gemacht. Der Klang der Anlage war ganz gut, Räumlichkeit, Auflösung und Tonalität durchaus ansprechend. Interessant, dass die Sophia am Accuphase nicht überanalytisch klang, sondern sehr stimmig. Wilson Audio sind mir manchmal im Hochton etwas zu präsent, was den Hörgenuss auf Dauer trübt. Der Bass war aber nicht auf den Punkt, sondern etwas verschleppt. Je nach Musikstück, kann die Präzision im unteren Grundton dann etwas leiden. Das kann natürlich auch gut an den räumlichen Bedingungen gelegen haben.

Wie groß war jedoch der Beitrag des Moon zum Gesamtklang ? Nach dem Umschalten auf Cambridge 851N fällt zunächst auf, dass nichts groß auffällt. Überraschenderweise ist die Gesamt-Tonalität sehr ähnlich. Es klingt weder wahrnehmbar heller noch dunkler. Die Räumlichkeit / Verteilung der Klangereignisse ist ebenfalls nicht signifikant schlechter und der Bass ist fast unverändert. Je länger ich gehört habe, desto stärker hatte ich jedoch den Verdacht, das ein Unterschied im Mitteltonbereich besteht. Mir schienen die Stimmen nicht mehr so präzise zu sein, Gesang klang weniger plastisch. Also habe ich den Händler nochmals darum gebeten, umzustecken. Der Eindruck hat sich verfestigt: Der Moon 380 D klingt plastischer, Gesang deutlicher, besser aus dem Musikgeschehen herausgelöst, natürlicher und harmonischer. Da muss man aber schon deutlich (1,5 Std. mit Pause) hinhören, um diese Unterschiede zu erkennen, insbesondere wenn man an einer fremden Anlage, in fremder Umgebung hört. An der eigenen Anlage sind die Unterschiede aber möglicherweise besser zu erkennen. Ein deutlicher Unterschied besteht auf alle Fälle im Preis: Cambridge 851 N für 1,8 T€, Moon 380 D für 4,4 T€. d.h. der Cambridge kostet ca. 40% vom Moon. Der „große“ Moon ist mir aber auf alle Fälle zu teuer.

Erstes Fazit:
Ein Klangvergleich beim Händler ist immer schwierig, weil er i.d.R. er andere Geräte als Setup zur Vorführung hat, wie in den eigenen vier Wänden zur Verfügung steht. Somit ist ein Vergleich hier nur die erste Maßnahme zur Vorauswahl und ein endgültiger Test zu Hause ist aus klanglichen Gründen dringend notwendig. Die Praxistauglichkeit kann man bei den Netzwerkspielern m.E. sowieso nur zu Hause testen. Selbst eine Vorauswahl ist schwierig, da ein Händler nicht alle Alternativen zur Vorführung hat. Man kann dann z.B. nur Gerät A mit B bei Händler 1 vergleichen und bei Händler 2 Gerät B mit C. Aber Gerät A mit Gerät C zu vergleichen ist dann schon mit großer Unsicherheit behaftet. Je mehr Alternativen, desto schlechter wird dann auch das Ergebnis ausfallen. Da ich aber nicht die Möglichkeiten eines HIFI-Magazins habe, bleibt mir keine andere praxistaugliche Lösung.

So geht’s weiter:
Der nächste Termin bei einem anderen Händler wird in ca. 4 Wochen stattfinden, wenn er den Cambridge 851 N erhält. Dann lautet der Vergleich. Majik DS vs. Cambridge 851N. Falls Ihr weitere Vorschläge bzgl. der Testkandidaten habt, dann her damit !

Mit freundlichen Grüßen


PBE

zuletzt bearbeitet 03.09.2015 10:26 | nach oben springen

#93

RE: Projekt: Netzwerkspieler

in Technik - Hifi-Bereich 03.09.2015 10:38
von antwerp • 602 Beiträge

Schoen PBE, da hast Du ja eine schwere Entscheidung zu treffen.
Nicht schwierig, welchen Netzwerkplayer ich Dir empfehlen wuerde, oder? Die Bedienbarkeit ist hervorragend und klanglich ist er wirklich toll.
Naja, Du wirst es ja selber hoeren.

Gruss antwerp


Linnaner
Jeder hört mit seinen Ohren.
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#94

RE: Projekt: Netzwerkspieler

in Technik - Hifi-Bereich 03.09.2015 11:17
von tom539 • 1.560 Beiträge

Hallo PBE,

da hast Du ein wirklich interessantes, leider aber auch schwieriges "Problem" zu lösen.
Spontan würde mir in silber noch AVM, Audionet und HifiAkademie einfallen, Preise hab ich aber gerade nicht so im Kopf.

Da ich aktuell für die KH-Anlage von Stax im Büro ebenfalls eine geeignete Quelle suche, habe ich mir einen Raspberry Pi incl. DAC-Karte zugelegt, der sich fleißig einspielt.
Gestern habe ich ihn mal an meinem Naim als analoge Quelle angeschlossen und per Lehmann BCL SE / K812 mit dem Naim als Streamer verglichen - und war doch sehr erstaunt, wie gering der Unterschied ausfiel.
Da ich aber doch ziemlich groggy vom Radfahren war, habe ich nur kurz getestet - das gleiche Seutp über die LS werde ich am WE mal durchspielen, wenn ich etwas fitter bin...

Selbst wenn der Naim sich hier absetzten kann - der Raspberry kostet locker nur 1/10 vom Naim und ist für unter 200€ zu haben. Bei der DAC-Karte handelt es sich übrigens um dieses Modell: klick

Vielleicht wäre das mal einen Versuch wert, die Kosten sind ja wirklich überschaubar...


Gruß, Tom
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#95

Netzwerkspieler

in Technik - Hifi-Bereich 03.09.2015 12:24
von Pale Blue Eyes • 312 Beiträge

Hallo @antwerp,

Zitat von antwerp im Beitrag #93
Schoen PBE, da hast Du ja eine schwere Entscheidung zu treffen.
Nicht schwierig, welchen Netzwerkplayer ich Dir empfehlen wuerde, oder?


wird wohl der Linn Majik DS sein. Das Gerät hat einige sehr interessante Features, scheint vom Bedienkonzept ausgereift zu sein und sehr gut zu klingen, wenn man den Tests glauben darf. Die positiven Berichte von vielen Privatprsonen sind auch ein Indiz für gute Qualität. Das einzige was mir nicht gefällt, sind die minimalistischen Anschlüsse. Er hat keine Digitaleingänge, z.B. für einen vorhandenen CD-Player. Space-Optimization wäre hingegen interessant, wobei mir noch nicht klar ist, ob ich es mit meinen LS nutzen kann. Denn in der Kompatiblitätsliste sind sie nicht, weil nicht mehr auf dem Markt erhältlich.

Mit freundlichen Grüßen

PBE

zuletzt bearbeitet 03.09.2015 12:25 | nach oben springen

#96

RE: Netzwerkspieler

in Technik - Hifi-Bereich 03.09.2015 13:40
von Bernie • 1.259 Beiträge

die Frage die ich mir in meinem Setup immer stelle ist folgende: was bringt mir eigentlich ein Netzwerkspieler ? Computertechnik brauche ich für alle Lösungen in denen die Musik auf Festplatten gespeichert ist. Ein optimierter Audio PC liefert ein hervorragendes Digitalsignal über USB, hat mit jRiver/jRemote das meiner Meinung nach mit Abstand beste Bedienkonzept und ich kann einen DAC kaufen der alle Anschlüsse hat die ich benötige. Features wie einen parametrischen EQ hab ich dann auch und kann sogar leistungsfähige Korrektursysteme wie Acourate nutzen.
Häufig ist der PC und ein DAC schon vorhanden. Dann ist das definitiv auch die preisgünstigste Lösung. Viele Audiophile ziehen mittlerweile die PC Lösung auch aus rein klanglichen Gründen einem Streamer vor.
Das könnte zumindest eine Alternative sein.


PC mit Audiophile Optimizer, Fidelizer Pro, Roon, Mathaudio Room EQ (offline Faltung)-> AIR -> Devialet 1000Pro CI -> Inakustik 4004 AIR LS Kabel -> Vivid Audio Giya G2
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#97

RE: Netzwerkspieler

in Technik - Hifi-Bereich 03.09.2015 19:12
von antwerp • 602 Beiträge

Zitat von Pale Blue Eyes im Beitrag #95
Das einzige was mir nicht gefällt, sind die minimalistischen Anschlüsse. Er hat keine Digitaleingänge, z.B. für einen vorhandenen CD-Player. Space-Optimization wäre hingegen interessant, wobei mir noch nicht klar ist, ob ich es mit meinen LS nutzen kann. Denn in der Kompatiblitätsliste sind sie nicht, weil nicht mehr auf dem Markt erhältlich.

Mit freundlichen Grüßen

PBE



Nun, wenn man Anschlüsse braucht, nimmt man statt eines Majik DS einen Majik DSM und schaltet die integrierte Endstufe mit Hilfe der Konfig Software aus und hat dann sozusagen eine Vorstufe. Dann ist man allerdings bei 3500 Euro. Der DSM besitzt dann 3 analoge Eingänge auch einen für MM Tonabnehmer und ich glaube 4 digitale. Allerdings keinen USB Eingang. Dafür noch HDMI um den Ton daraus über die Anlage zu nutzen.
Ich persönlich nutze meinen rein klassisch, die HDMI Ein-und Ausgänge sind abgeschaltet.
Man kann das sehr gut mit der Konfig Software machen.
Alles funktioniert sehr zuverlässig und wenn Updates zur Verfügung stehen, wird man beim Einschalten des DSM kurz darüber mit einer laufenden Zeile informiert.
Also das ist schon alles sehr komfortabel gemacht. Der einzige Nachteil, für einige Nutzer - für mich weniger, Linn folgt seiner eigenen Idee in der bis jetzt nur der LAN Anschluss eine Rolle spielt.
Entscheide Dich einfach ganz unabhängig - und Toms Vorschlag für AVM ist natürlich auch gut. AVM hat in den Tests auch gut abgeschnitten - klingt aber, wie die Test berichten etwas anders als Linn. Ich habe AVM noch nicht gehört.

Gruß antwerp


Linnaner
Jeder hört mit seinen Ohren.
zuletzt bearbeitet 03.09.2015 19:15 | nach oben springen

#98

RE: Netzwerkspieler

in Technik - Hifi-Bereich 03.09.2015 20:34
von aurumer • 181 Beiträge

Zitat von Bernie im Beitrag #96
die Frage die ich mir in meinem Setup immer stelle ist folgende: was bringt mir eigentlich ein Netzwerkspieler ?



Schlicht und ergreifend: Unabhängigkeit von Computer und DAC. Ich habe ein hochwertiges Gerät, ohne dass ich mir Gedanken über DACs, Kabelverbindungen, USB oder SPDIF zu machen brauche. Der Computer ist aus, da die Musik vom NAS kommt.

D.h. keine nervigen Updates, keine Pflege des PCs, kein Geräusch des Rechners, insbesondere im Hörraum, kein rumwundern, welche Verbesserung diese oder jene Einstellung, oder dieses oder jenes Kabel bringt. Kein Gefrickel - anschließen und genießen ;-).

P.S.: Ich habe vorher auch mit dem PC gehört und habe auch heute noch so eine Lösung, weil ich auch mit meinem Rechner nebenbei Musik höre. Ich ziehe die reinen Streamer-Lösungen aber eindeutig vor.
Dazu kommt noch die Universalität, die mir mein Majik DSM bietet, mit Radio, Streaming und HDMI Anschlüssen für Apple TV, Fire TV etc. Und das ganze in einer Einfachheit, dass auf Knopfdruck alles problemlos funktioniert und sogar meine Frau begeistert ist.

zuletzt bearbeitet 03.09.2015 20:37 | nach oben springen

#99

RE: Netzwerkspieler

in Technik - Hifi-Bereich 03.09.2015 21:00
von Bernie • 1.259 Beiträge

naja, ein reiner Audio PC benötigt keine Updates, außerdem gibt es die ja auch für alle Streamer. Ein Streamer ist nichts anderes als ein DAC mit abgespeckter PC Technik.
Und mein PC ist absolut geräuschlos. Gar kein Problem heute.
Klar, für jemanden ohne PC Kenntnisse ist das nichts, aber die kriegen auch einen NAS nicht zum laufen. Mein PC benötigt so wenig Strom dass ich den wie einen NAS durchlaufen lassen könnte. Also auch auf Knopfdruck. Da sehe ich absolut keinen Vorteil für einen Streamer.
Und zum Thema Einfachheit: einfach heißt für mich eine optimale Bedienung mittels Tablet. Und da ist jRemote klar der Lösung von Linn überlegen. Jedenfalls mir gefällt es deutlich besser.
Und was für ein gefrickel mit Kabeln ? Benötigt ein Streamer etwa keine Kabel ? Ob ich nun ein USB Kabel brauche oder ein Ethernet Kabel spielt doch keine Rolle.
Und was die Universalität angeht schlägt ein PC jeden Streamer um Längen.
Beide Lösungen haben ihre Berechtigung, aber ich glaube nicht das eine von beiden generell der anderen überlegen ist. Ist einfach anders. Man kann gute Argumente für beide finden. Die Frage ist wie sich z.B. ein Linn Majik gegen einen 1500€ DAC mit einem 1000€ PC klanglich schlägt. Das wäre mal ein spannender Vergleich.


PC mit Audiophile Optimizer, Fidelizer Pro, Roon, Mathaudio Room EQ (offline Faltung)-> AIR -> Devialet 1000Pro CI -> Inakustik 4004 AIR LS Kabel -> Vivid Audio Giya G2
zuletzt bearbeitet 03.09.2015 21:01 | nach oben springen

#100

RE: Netzwerkspieler

in Technik - Hifi-Bereich 03.09.2015 21:05
von tom539 • 1.560 Beiträge

Hallo PBE,

falls Du noch kein NAS haben solltest und doch eine Lösung mit separatem DAC anstrebst, wäre vielleicht der Melco N-1A aus der aktuellen Audio was für Dich.

Er ist übrigens auch in der aktuellen Ausgabe von "HIFI einsnull" enthalten und kostet da komischerweise 500€ mehr als in der Audio...


Gruß, Tom
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