#11

RE: Test mit Netzkabel von Maldix

in Technik - Hifi-Bereich 14.07.2015 13:36
von Simplon • 1.103 Beiträge

Hallo ZAC,

wenn ich nur so subtile Unterschiede hören würde, wäre ich nicht bereit, dafür Geld auszugeben.
Es geht auch nicht um Kabelklang, denn Kabel sind passive Schwingkreise und erzeugen keinen Klang. Die Frage ist vielmehr, wie viel oder wenig beeinflußt ein Kabel den Klang auf seinem Weg von A nach B. Ich selber verstehe auch nicht, warum Netzkabel auf dem letzten Meter so unterschiedlich wirken, auch ein technischer Aufsatz vom Chef der Fa. HMS hierzu hilft mir nicht wirklich. Aber bei mir war die Wirkung verschiedener Kabel drastisch zu hören. Diese Wirkung ist nicht absolut (einer mag kalt-analytisch, der andere warm-voll) und auch nicht proportional zum Preis.
Die Endstufe in meiner Anlage ist die McIntosh MC452. Die leistet 450 W pro Kanal (unabhängig von der LS-Impedanz) und kann kurzfristig bis 70 A Strom pro Kanal liefern. Damit könnte man auch Metall schweißen. Dem Amp lag ein blaues Siltech Stromkabel bei, das aber sehr schnell rausflog, weil es die Musik bremste. Meine Stromversorgung ist die runde Dose von Audioplan. Deren Kabel brachte schon enorm mehr Wärme und Volumen, obwohl nur halb so teuer. Ich habe dann aber ein Audio Pro Kabel eingesetzt, bei dem die Musikalität stimmt. Gerade akustische Instrumente wie Gitarren, Klavier und Geige haben den vollen Klang. Der Schritt vom Siltech zum Audioplan machte schon 75% des Klanggewinns aus (bei halben Kosten). Der Sprung zum viel teureren Audio Pro war dann nur noch 25%.
Ich habe aber eine üble Raummode bei 37 Hz. Während ich das schreibe, überlege ich, ob das Siltech vielleicht den Vorteil hat, im Bass mehr zu dämpfen und die Mode beherrschbarer zu machen. Ich werde es ausprobieren.
An anderen Stellen (CD zu DAC u.a.) hatte ich Kimber 1030 XLR, die waren mir auch zu kühl. Aber vielleicht hat der Händler die ausgewählt, um die Bass- Gewalt der B&W Diamond 802 wohnraum-freundlicher zu gestalten. Ich habe sie ausgetauscht gegen Audio-Pro, tw. nur halb so teuer.

Es gibt meiner Meinung nach weniger ein "besser als..." als mehr ein "passt besser in meine Situation Anlage und Raum".
Natürlich hört man bei höchstwertigen Komponenten mehr Unterschiede als bei "normalen" HiFi- Geräten wie meiner ehemaligen Creek Destiny Serie an B&W 804S.

keep swinging
simplon


It don´t mean a thing if it ain´t got that swing (Duke Ellington, lyrics: Erving Mills, 1931)
zuletzt bearbeitet 14.07.2015 13:39 | nach oben springen

#12

RE: Test mit Netzkabel von Maldix

in Technik - Hifi-Bereich 14.07.2015 14:07
von Zac • 99 Beiträge

Zitat von DeltaMachine im Beitrag #9
Hi Zac,
was mich noch interessieren würde..wenn zu dem Test das Netzkabel frei gelegt hattest & das sonst nicht der Fall ist, hast du da einen Unterschied gehört? Also Supra zwischen den anderen Kabeln zu Supra frei liegend.
Aber darauf wirst du nicht geachtet haben oder?


Da hast Du richtig vermutet. Nachdem alles wieder verstaut war, habe ich nicht nochmals "nachgetestet". Vielleicht mache ich dies im Zusammenhang mit dem Kürzen der Lautsprecherkabel einmal.

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#13

RE: Test mit Netzkabel von Maldix

in Technik - Hifi-Bereich 14.07.2015 14:13
von Zac • 99 Beiträge

Zitat von Simplon im Beitrag #11
Hallo ZAC,

Es gibt meiner Meinung nach weniger ein "besser als..." als mehr ein "passt besser in meine Situation Anlage und Raum".
Natürlich hört man bei höchstwertigen Komponenten mehr Unterschiede als bei "normalen" HiFi- Geräten wie meiner ehemaligen Creek Destiny Serie an B&W 804S.

keep swinging
simplon


Das ist bei unserem Hobby sowieso eine grundlegende Frage. Was ist besser und was ist nur anders ?. Und dann kommt noch der persönliche Geschmack dazu. Da kann dann objektiv schlechter vielleicht sogar subjektiv besser gefallen. Macht u.a. das Hobby ja so spannend und vieles so kontrovers.

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#14

RE: Test mit Netzkabel von Maldix

in Technik - Hifi-Bereich 11.08.2015 20:37
von jkorn • 70 Beiträge

Hallo,
da ich auch Netzkabel von Supra LaRoad zur Verfüngung habe und gut kenne: Die sind ja auch schon richtig gut und vernünftig. Ein Vergleich mit diversen anderen Netzkabeln, dann aber schon teilweise 10-mal so teuer , 500-1000 Euro 1,5m zeigen dann aber schon noch deutliche Unterschiede. Z.B Wireworld Silver Electra, HMS Suprema oder auch Audioplan Ultimate oder Nordost.
Diesen Klangunterschied,- gewinn (mehr Auflösung, Basskontur, Echtheit und Selbstverständlichkeit usw.) muß man aber ganz subjektiv für sich allein abwägen, ob es einem persönlich im wahrsten Sinne wert ist.
Gruß Jürgen

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#15

RE: Test mit Netzkabel von Maldix

in Technik - Hifi-Bereich 11.08.2015 21:50
von maldix • 2.562 Beiträge

Zitat von jkorn im Beitrag #14
Hallo,
da ich auch Netzkabel von Supra LaRoad zur Verfüngung habe und gut kenne: Die sind ja auch schon richtig gut und vernünftig. Ein Vergleich mit diversen anderen Netzkabeln, dann aber schon teilweise 10-mal so teuer , 500-1000 Euro 1,5m zeigen dann aber schon noch deutliche Unterschiede. Z.B Wireworld Silver Electra, HMS Suprema oder auch Audioplan Ultimate oder Nordost.
Diesen Klangunterschied,- gewinn (mehr Auflösung, Basskontur, Echtheit und Selbstverständlichkeit usw.) muß man aber ganz subjektiv für sich allein abwägen, ob es einem persönlich im wahrsten Sinne wert ist.
Gruß Jürgen


HI Jürgen,

Du hast aus meiner Sicht wirklich recht, jeder muss für sich entscheiden, wo er den Hebel ansetzt und mit welchen Stellschrauben er seine Optimierungen durchführt und welche Effekte zu erreichen sind.

Die von dir genannten Kabel sind alle hochwertig und können auch je nach Umgebung auch mehr oder weniger hörbare Veränderungen hervorbringen.

Je leistungsfähiger eine Umgebung ist um so eher werden sich auch die Kabelfeinheiten auswirken, vorausgesetzt, der Hörer hat auch die Fähigkeit dieser akustischen Feinheiten aufzulösen.

Meine Erfahrungen zeigen mir aber, das gerade dieser wichtige Faktor leider nicht immer so replizierbar funktioniert , wie wir das oft denken.

Dies wissen aber auch Händler und verkaufen auch gern mit blumigen Worten, analog: das hört doch jeder! Und ihnen als erfahrenem Hörer braucht man dazu ja nichts zu sagen, sie hören das ohne hin sofort, ect. Die wenigsten geben doch zu, dass sie hier solche offensichtliche Dinge die jeder hört, nicht auch hören. Irgendwann hört man, wenn man die Kabel sieht auch Unterschiede.

Bei allen Blindtest in den letzten Jahrzehnten, war das Ergebnis eher ernüchternd. Es gab deutlich weniger Hörer, die Unterschiede gehört hatten, als erwarte. Auch waren es nicht immer die teuren Kabel die am besten gefielen.

Selbst die eigenen Kabel an dem eigenen Equipment herauszuhören, hatte kaum einer geschafft. Besonders wenn nicht Kabel der Beipackklasse gegen die absolute Highend Klasse zum Test standen.

Wer ein für sich gutes Kabel gefunden hat, oder dessen Komponenten nichnauf unterschiedliche Strippen reagieren, auch das gibt es, kann sich meiner Meinung nach glücklich schätzen.


auditorus te salutant
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#16

RE: Test mit Netzkabel von Maldix

in Technik - Hifi-Bereich 12.08.2015 08:42
von aurumer • 181 Beiträge

Schönes Resumee, Maldix. Ich denke es ist eine hohe Kunst im Hifi-Universum eine Zufriedenheit mit der eigenen Kette zu erreichen und das dann einfach zu genießen...

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#17

RE: Test mit Netzkabel von Maldix

in Technik - Hifi-Bereich 12.08.2015 13:18
von maldix • 2.562 Beiträge

Ja Sven, und wehe man ändert was im Universum, dann werden auf einmal wieder Kräfte frei, die nicht zwingend in der Zufriedenheit des Betrachters (Hörers) enden.
Man kommt eh zu wenig zum entspannten hören oder?


auditorus te salutant
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#18

RE: Test mit Netzkabel von Maldix

in Technik - Hifi-Bereich 13.08.2015 12:30
von aurumer • 181 Beiträge

So ist es. Ein klares Votum für das Hören an sich!

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#19

RE: Test mit Netzkabel von Maldix

in Technik - Hifi-Bereich 14.08.2015 00:31
von maldix • 2.562 Beiträge

Zitat von aurumer im Beitrag #18
So ist es. Ein klares Votum für das Hören an sich!



auditorus te salutant
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#20

RE: Test mit Netzkabel von Maldix

in Technik - Hifi-Bereich 16.08.2015 16:25
von Oliver • 186 Beiträge

Hallo zusammen.

Die von uns präferierten Gerätschaften funktionieren allesamt bereits mit ihren beigelegten Netzkabeln.
Sie bringen schon mit den Beipackkabeln die Musik so zu Ohr wie wir uns das von den Geräten wünschen.
Alles andere wäre ja auch Nonsens.
Ich selber habe lange dafür gebraucht um auf den Trichter zu kommen was diverse Hifi Enthusiasten damit meinten, wenn sie davon berichteten , daß bestimmte Netzkabel klanglich zuträglicher seien.
Der besagte letzte Meter einer vielfach längeren Hausinstallation also soll ausschlaggebend für den Klang sein ?
Das klingt zunächst unglaublich.
Meine Zweifel diesbezüglich waren entsprechend groß, so daß ich das Thema an sich zwar noch im Hinterkopf behielt, aber nicht weiter bewusst verfolgte.
Mehr durch Zufall viel mir auf, daß sich da klanglich etwas veränderte, sofern ich an Geräten das Netzkabel tauschte, weil das vorherige durch Umstellung der Komponenten zu kurz wurde.
Ich hatte mich also keineswegs auf irgendeinen klanglichen Einfluss eingestellt oder hätte diesen erwartet.
Für mich war das der Punkt, ab dem ich mich mit dem Thema Netzkabel näher beschäftigte.
Angefangen habe ich mit einfachen Lapp Ölflex CS 110 3G2,5 .
Ich konnte mit diesen Kabeln bereits für mich eindeutige klangliche Erfolge erzielen.
Diverse weitere Eigenkonstruktionen mit verschiedensten Kabeln der üblichen Verdächtigen und einigen Exoten brachten mir die Erkenntnis, daß mit Netzkabeln klanglich viel zu erreichen ist.
Für mich setzt sich mit verschiedenen Netzkabeln ein Klangbild anders zusammen.
Die Unterscheide empfinde ich persönlich als gut hörbar und somit relevant.
Schnell wurde mir auch bewusst, daß Kabel X, welches an Gerät Y noch so gut gefiel, sich an Gerät Z jedoch nicht so zielführend verhielt.
Die von mir konfektionierten Kabel besitzen alleine aufgrund von teilweise recht üppigen Kabelquerschnitten wertige Stecker.
Über deren letztendlichen klanglichen Relevanz bin ich mir immer noch nicht im Klaren.
Ein fester Sitz in der Steckdose und der Kaltgerätebuchse ist aber sicherlich kein Nachteil.
Als ich den Punkt erreicht hatte, das ich meines Erachtens wirklich gute Kabel geschaffen hatte, war die Neugier hinsichtlich einem Vergleich mit relativ hochpreisigen Kabeln Namhafter Hersteller recht groß.
Angestachelt vom Erfolg mit den eigenen Kabeln, legte ich mir ein Isotek Evo III Elite zu .
Dieses Kabel liegt preislich bei ca. 395€.
Es gibt natürlich wesentlich hochpreisigere Netzkabel.
Für mich war es einfach spannend zu erfahren, wie sich solch ein bestens beleumundetes Kabel gegenüber meinen Eigenkonstruktionen verhielt, die jeweils nicht einmal einen Materialwert von 40€ haben.
Ich mache kurz......
Mit dem Isotek klang es durchweg , egal an welchem Gerät, wirklich gut.
Jedoch nicht besser als mit den Eigenkonstruktionen.
Mit diesen war ich merklich besser in der Lage, spezieller auf die Bedürfnisse der jeweilig angeschlossenen Geräte eingehen zu können.
Das Isotek Evo III war für mein Empfinden letztendlich also kein Gewinn.
Hätte ich nur das Isotek kennen gelernt, wäre ich vom Klanggewinn bereits sehr angetan gewesen.
Für mich bedeutet das nichts anderes , als das es enorm wichtig ist Vergleichsmöglichkeiten zu haben, um sich über den letztendlichen Status eines Kabels bewusst sein zu können.

Einige Zeit später stand ein Test bei Tom an , bei dem neben dem selben Isotek Kabel noch weitere diverse Eigenkonstruktionen , Kabel von Audioplan, Phonosophie und Viablue neben meinen Konstruktionen zum Test bereit lagen.
Der Hörtest war ein weiterer Ohrenöffner.
An Tom's Kette kristallisierte sich ein Kabel als bestpassenses heraus, dem anfangs Niemand einen Favoritenstatus zugeschrieben hatte.
Es war das bereits beschriebene Westdrift Kabel.
Ebenfalls ein Ölflexkabel mit ich glaube 12 einzelnen Leitern .?
Jedenfalls waren sich alle Anwesenden einig, daß dieses Kabel am besten zu Tom's Anlage passt.
Das besagte Westdrift Kabel spielt auch an meinen Komponenten richtig gut, ich bevorzuge dennoch meine eigenen Konstruktionen, da diese für meine Ohren an meinen Komponenten noch klangfördernder erscheinen.

Mein derzeitiges Fazit bezüglich Netzkabel ist, daß ich bislang kein Netzkabel kenne, welches grundlegend alle anderen Kabel in den Schatten stellt.
Es zeigt sich für mich viel mehr, daß Geräte mehr gewinnen, wenn sie mit Netzkabeln verbunden werden, die spezieller auf die Bedürfnisse des Zusammenspiels eingehen.
Dennoch mag es so sein, daß sehr hochpreisige Kabel universeller eingesetzt werden können. Diesbezüglich fehlen mir bislang leider Erfahrungen.
Jürgen kennt sich da wesentlich besser aus und hat seine Erfahrungen ja bereits geschildert.

Nun, zum Schluß möchte ich nicht verschweigen, daß die ganze Testerei und das zeitraubende Probehören einen großen Aufwand darstellen.
Der Aufwand muß/sollte in einem guten Verhältnis zum möglichen Zugewinn stehen.
Meiner Ansicht nach ist das für mich in meinem Fall so.
Ich kann mich aber auch an einem Thema festbeißen und mich für derartige Dinge begeistern, was einen nicht zu unterschätzenden Antrieb ausmacht.
Die Größeordnung mit der erzielbare Klanggewinne zu beziffern sind , werden von verschiedenen Hören oft unterschiedlich bewertet.
Für mich möchte ich meine gewonnenen Erkenntnisse nicht mehr missen und die ausgewählten Kabel nicht gegen irgendwelche anderen Kabel tauschen.
Wie anfangs erwähnt , funktionieren unsere Geräte bereits mit den Beipackkabeln, in den meisten Fällen wohl auch so wie man sie im Hifi Laden hören durfte.
Letztendlich muß jeder für sich entscheiden ab welchem Punkt Zufriedenheit erreicht ist.
Musik hören soll Spaß bereiten.
Der Weg dahin gestaltet sich bei dem einen oder anderen halt ein wenig unterschiedlich.

Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag.

Gruß,
Oliver


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