#1

Wann klingt es perfekt?

in Private Hörsessions 07.11.2015 12:31
von Simplon • 1.827 Beiträge

Hallo,

heute morgen habe ich in "Paul´s Post" von Paul McGowan (PS Audio Chef) folgende Satz gelesen:

"Perfect is such a personal term that we might be better served to remember one man’s trash is another man’s treasure."
Da hat doch ein Mitarbeiter von PS Audio den Bass seiner Traum-Anlage im Firmen- Hörraum kritisiert.

Wie klingt eine Anlage? Woran mache ich das fest? Gibt es objektive Kriterien, die allgemein anerkannt sind wie Tiefenstaffelung, Ausgewogenheit etc. oder ist es wirklich so, dass des einen Freud des Anderen Leid sein kann.

Ich selber denke, dass ich langsam "Höhen- empfindlich" werde und z.B. Symphonien mit reduzierten Höhen lausche, weil mir die Geigen sonst zu grell sind. Vielleicht klingt das für andere dann schon dumpf.

Woher wisst ihr, ob eine Anlage z.B. auf den HiFi Tagen oder beim Händler oder bei einem von uns zuhause perfekt klingt oder nicht. Ich freue mich hier über einen regen Austausch über das "gute Hören", subjektiv wie objektiv. Tester haben ja wohl ein set an spezifischen Kriterien. Sie zerlegen die Musik in Frequenzbänder wie "obere Mitten", betrachten analytisch die Geschlossenheit des Klangbildes etc. Und ihr???

Guss an alle, die ihre Erfahrungen weitergeben
simplon


Gruß Simplon

It don´t mean a thing if it ain´t got that swing (Duke Ellington, lyrics: Erving Mills, 1931)


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#2

RE: Wann klingt es perfekt?

in Private Hörsessions 07.11.2015 13:10
von Rasenfan (gelöscht)
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Klang ist immer subjektiv. Ich behaupte für mich, dass meine Anlage am Besten spielt. Warum ? Weil ich Sie allein nach meinem Geschmack abgestimmt habe. Ich bevorzuge sehr viel Hochton und Kickbass. Dynamik ist für mich alles. Ein Kabelhersteller hatte mich besucht und fand meinen Sound mittelmässig. Der Gegenbesuch wiederum war für mich erschreckend, ich drohte bei den langweiligen Klängen einzuschlafen. Also gibt es so etwas wie den perfekten Klang nicht. Deine grellen Geigentöne sind auf eine Frequenzüberhöhung in einem ganz speziellen Bereich zurückzuführen. Das ist meisstens eine raumakustische Sache. Dagegen helfen Absorber oder andere Verkabelungen. Das fängt bei der Stromversorgung an. Viele teure Kabel und Netzleisten reduzieren den Hochton, dann denken alle es klingt viel besser. Es gibt auch noch andere Lösungen.
Für die Beurteilung zerlege ich auch den Frequenzbereich in die verschiedenen Teile. Am Wichtigsten ist jedoch die eigentliche Musikalität, die Deine Emotionen weckt.
mfg Wolfgang


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#3

RE: Wann klingt es perfekt?

in Private Hörsessions 07.11.2015 17:49
von keepsake • 867 Beiträge

Umschreiben kann ich "perfekt" für mich mit vielen anderen Adjektiven:

ausgewogen
dynamisch
mitreissend
räumlich
ein Grinsen ins Gesicht zaubernd:-)

Das jedoch kann dann jedoch am Ende höchst subjektiv sein. Dennoch freut es mich, wenn auch andere Hifi-Fans "mein" Ergebnis gerne hören und nachvollziehen können, warum ich den Klang gut finde.


Viele Grüße
Josip

Lautsprecher: TAD Evolution One E1TX, schwarz
Vollverstärker: Soulnote A2 schwarz
DAC: Chord Qutest schwarz
PSU für Chord Qutest: JCAT Optimo 3 Duo, schwarz
Musikserver: Aurender N200 schwarz
USB-Kabel: JCAT Signature USB
Lautsprecherkabel: TAD SC-025m, 2 x 2,5 m
Cinch: Chord Sarum T, 1m
Stromversorgung:
Shunyata Denali 6000/S V2 Netzleiste mit Shunyata Alpha V2 XC als Zuleitung
Chord Sarum-T Netzkabel (für Soulnote A2) Shunyata Alpha V2 NR für Jcat Netzteil (und Chord Qutest)
Shunyata Delta V2 NR für Aurender N200
Netzwerk: JCAT NET Isolator + JCAT Reference LAN Cable Gold
Basen: 2x HMS Silenzio Base Mk2
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#4

RE: Wann klingt es perfekt?

in Private Hörsessions 07.11.2015 18:17
von GHP • 5.134 Beiträge

Zitat von Rasenfan im Beitrag #2
Viele teure Kabel und Netzleisten reduzieren den Hochton, dann denken alle es klingt viel besser.


Wenn das tatsächlich der Fall ist (hohe Kabelkapazität ?) zeigt es nur erneut, wie man bei Kabeln Leute für dumm verkauft !

Übrigens hatte ich nicht umsonst die Thematik, in wie weit HiFi wirklich realistisch ist - die wohl unbeantwortet geblieben ist, da gewisse Fragen den HiFi'isten offenbar gar nicht interessieren - aufgeworfen.

Bei HiFi wird sehr oft einem Klangideal gehuldigt, welches in der Tat mit Realismus nur bedingt zu tun hat.


Ein Leben ohne GENELEC ist zwar möglich, aber sinnlos.

nunmehriges Goldohr ! ;-)
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#5

RE: Wann klingt es perfekt?

in Private Hörsessions 07.11.2015 19:21
von antwerp (gelöscht)
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Wenn ich den Eindruck habe, dass Instrumente und Stimmen natürlich klingen.
Natürlich höre ich oft, dass sogar laute akustische Instrumente irgendwie elektronisch verstärkt erscheinen, was mir an einer Aufnahme weniger gefällt. Aber was kann man dagegen tun. Der Ton-Ingenieur ist der Chef.

Gruß antwerp


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#6

RE: Wann klingt es perfekt?

in Private Hörsessions 08.11.2015 08:22
von Rasenfan (gelöscht)
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Zitat von GHP im Beitrag #4
[quote=Rasenfan|p2218] Viele teure Kabel und Netzleisten reduzieren den Hochton, dann denken alle es klingt viel besser.


Wenn das tatsächlich der Fall ist (hohe Kabelkapazität ?) zeigt es nur erneut, wie man bei Kabeln Leute für dumm verkauft !

Das sehe ich nicht so. Viele Hifisten kämpfen mit grellen Höhen. Für Bassüberhöhungen gibt es mittlerweile gängige Geräte zur Bekämpfung der Raummoden. Für den Hochton leider keine, bis auf äusserst komplizierte Lösungen. Also kann man von seinem Händler erwarten, dass er die Problematik erkennt und das dementsprechende Kabel empfiehlt.


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#7

RE: Wann klingt es perfekt?

in Private Hörsessions 08.11.2015 10:03
von Bernie • 3.359 Beiträge

aber die grellen Höhen kann man meistens auch anders in den Griff kriegen. Da kann man recht gut mit Absorbern arbeiten die sich recht unauffällig integrieren lassen. Sehr häufig liegt es auch der Quelle wenn es grell wird. Auch die Aufstellung der Geräte spielt hier eine nicht zu unterschätzende Rolle. Wer das Thema so angeht indem er einfach durch Kabel den Hochton dämpft wird langfristig ja auch nicht glücklich. Ich hatte auch mal solche Kabel von Silent Wire und ViaBlue. Durch die Zurückhaltung im Hochton klingen die erst mal mächtig und man denkt: wow...aber nach einiger Zeit hört man dann dass die Balance nicht passt.


Roon PC mit HQPlayer -> Optisches Ethernet -> Holo Red -> USB -> Audio GD DI20HE/Ref10 -> AES -> Devialet 1000Pro CI -> Vivid Audio Giya G2
Raumkorrektur: Convolution mit REW/Rephase
Strom: Audioquest Niagara 5000, Silver Cloud / Hurricane AC Kabel
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#8

RE: Wann klingt es perfekt?

in Private Hörsessions 08.11.2015 10:23
von Rasenfan (gelöscht)
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Ja, das hast Du grundsätzlich Recht. Mit Absorber jedoch bedämpfst Du immer vielmehr als notwendig. Da wird Dir am Ende genauso etwas fehlen. Ich kenne mich da bestens aus und bin ein absoluter Hochtonfan. Zudem mein Hörraum der reinste Glaskasten ist. Da reicht es nicht aus, nur zu absorbieren.


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#9

RE: Wann klingt es perfekt?

in Private Hörsessions 08.11.2015 10:31
von Klipschfan • 836 Beiträge

Zitat von Rasenfan im Beitrag #2
Ich bevorzuge sehr viel Hochton und Kickbass. Dynamik ist für mich alles.
mfg Wolfgang


Moin Wolfgang,

wenn für dich Dynamik alles ist und du andererseits deine P39 wegen zu kleinen
Sweetspot wieder verkauft hast, würde mich schon sehr interessieren mit was
du jetzt hörst.
Viele Grüße
Hermann


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#10

RE: Wann klingt es perfekt?

in Private Hörsessions 08.11.2015 10:39
von Rasenfan (gelöscht)
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Ich habe eine Dynaudio Temptation mit Chord Endstufen SPM 6000. Hatte erst die C4 gekauft, dafür war aber mein Wohnzimmer zu gross. Die Temptation ist genau richtig und mein Endlautsprecher. Zudem Dynaudio Boden- und Deckenreflektionen mit Ihren internen Weichen zu 80% reduzieren kann und ich im heimischen Wohnzimmer nichts verunstalten darf.


zuletzt bearbeitet 08.11.2015 10:39 | nach oben springen



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