Als ich so 2011 etwa unbedingt die Surroundkombi von Audionet für das Heimkino haben wollte, riet mir der Händler meines Vertrauens ab, obwohl er die Marke selbst führte. Er meinte, seit der Sander (damaliger Chefentwickler bei Audionet) von denen weg ist, weiß da doch keiner mehr wie man einen Schraubenzieher hält.
Na gut, der alte Herr hatte immer eine recht knorrige Art sich auszudrücken ... 
Dennoch ließ ich mich nicht beirren. Mit der Klangqualität war und bin ich immer noch zufrieden, obwohl die Vorstufe Map I "nur" 5.1 DTS beherrscht.
Doch bereits nach 4 Jahren verabschiedete sich die Map mit Totalausfall. In Bochum abgegeben (ist das aber ne kleine Klitsche ...) erklärte man mir dann nach einigen Tagen am Telefon, dass sich ein Schaltelement den starken Strömen beim Einschalten ergeben hätte. Na ja, kein Problem dachte ich, einfach ein Neues rein. Dafür wollten die aber 500 Euronen haben!
Es war mir absolut unverständlich, wie man mir bei einem Gerät dieser Preislage, ohne bewegliche Verschleißteile, eine solche Reparatur nach 4 Jahren vollständig aufbürden wollte.
Es handele sich halt um normalen Verschleiß hieß es!!
Also sollte ich mich wappnen, alle 4 Jahre 500 Euro nachzuschießen? Es kostete einige ungehaltene Anrufe bis man die Forderung auf 400 Euro reduzierte.
Von B&W oder McIntosh kenne ich sowas nicht, nie gehört.
Dann gab es da noch diese kuriose Geschichte mit der Audio, bei der ein Verstärker von Audionet eine hohe Punktzahl bekam und dann, obwohl das Heft bereits gedruckt war, ohne Angabe von Gründen wieder herabgestuft wurde. Der Chefredakteur Brandt verließ kurz darauf die Audio.
Von Audionet gab es dann eine längere Blockade der Audio hinsichtlich Werbeanzeigen. Was auch immer da los war, es zeigt, dass man Testberichten nicht mehr trauen kann.
Und hier kommt imho ein entscheidender Punkt zum Tragen: Bei Geräten im niedrigen Preisniveau verlassen sich Käufer oft blind auf die mittlerweile dubiosen Testberichte.
Wenn es aber um Summen im fünfstelligen Bereich geht, prüfen Kunden i.d.R. doch sehr genau vor dem Kauf und verlassen sich auch gern auf den Rat von jemandem, der sowas schon hat oder hatte.
Offensichtlich konnte Audionet in diesem hochpreisigen Segment keine Kundenbindung und keine Mundpropaganda erzeugen.
Gruß Bo