RE: Verstärkung bei der Redaktion von FIDELITY
in Neuigkeiten & Smalltalk 09.10.2015 15:56von Pale Blue Eyes • 967 Beiträge
Hallo @GHP,
Zitat von GHP im Beitrag #10
Die "Irrenanstalt", wie man früher sagte.
das ist jetzt aber nicht politisch korrekt
Die Veränderung findet nicht nur im HIFI-Journalismus statt, sondern ist in der gesamten Medienlandschaft bzw. der gesamten Gesellschaft zu beobachten. Immer nur loben, möglichst wenig Kritik üben und niemand darf sitzenbleiben. Probleme werden eher unter den Teppich gekehrt als angesprochen, geschweige denn behoben. Deshalb sind am Ende alle gleich und die getesteten HIFI-Produkte auch alle „supergut“. Als Leser kann man nur diejenigen Quellen stützen (und dort hin und wieder sticheln), die noch am besten funktionieren. Andere Publikationen sollte man ganz meiden. Aber insgesamt ist man dieser Entwicklung als Einzelperson relativ stark ausgeliefert.
Mit freundlichen Grüßen
PBE
RE: Verstärkung bei der Redaktion von FIDELITY
in Neuigkeiten & Smalltalk 09.10.2015 22:27von maldix • 3.739 Beiträge
PBE, wenn die Basis der Tests stimmt, sollte man auch klare Worte finden. Wenn etwas grotten schlecht ist, dann sollten da auch entsprechende Kommentare möglich sein.
Idealer Weise kann man ja auch die, falls es welche gibt, positiven Punkt auch mit in die Bewertung bringen. Dies ist sicher einfache, wenn man unabhängig schreiben kann, was bei Verlagen nicht gegeben ist. Da sind wir schon etwas besser dran.
auditorus te salutant
RE: Verstärkung bei der Redaktion von FIDELITY
in Neuigkeiten & Smalltalk 10.10.2015 11:22von Simplon • 1.836 Beiträge
Hallo, ich hoffe, das keine Redaktion den Platz in den Zeitschriften mit Dingen verschwendet, die " Grottenschlecht" sind. Eine Vorauswahl wird schon stattfinden. Und keine Zeitschrift kann mehr, als mich zum Händler zu schicken, wo die Entscheidung dann fällt.
Simplon
Gruß Simplon
It don´t mean a thing if it ain´t got that swing (Duke Ellington, lyrics: Erving Mills, 1931)
Hallo @simplon,
Zitat von Simplon im Beitrag #13
Hallo, ich hoffe, das keine Redaktion den Platz in den Zeitschriften mit Dingen verschwendet, die " Grottenschlecht" sind. Eine Vorauswahl wird schon stattfinden.
aufgrund der großen Produktbreite im HIFI-Bereich muss praxisbedingt wohl eine Vorauswahl erfolgen. Entscheidend ist aber, wie diese Vorauswahl erfolgt. Ich würde sogar behaupten, dass der Frage, welche Produkte in den Zeitschriften getestet werden, eine Schlüsselfunktion zukommt.
Es ist doch leider so, dass die HIFI-Zeitschriften überwiegend nur noch Einzeltests abliefern und somit viele Produkte schon mal gar keine Aussicht auf einen Test im Heft erhalten. In Vergleichstests kann man erheblich mehr Produkte testen und die Vorauswahl muss nicht so stark eingeengt werden. Problematisch ist eine Vorauswahl aber grundsätzlich immer: Man weiß ja nicht schon vor dem Test, ob ein Gerät gut oder schlecht ist. Nach welchen Kriterien soll denn eine Vorauswahl erfolgen ? Nach Marke, Anzeigenschaltung, Image, den vermeintlichen Kundenwünschen ? Meinetwegen darf man gerne „Marktführer“ testen, aber man sollte dabei wenigstens ehrlich bleiben und mittelmäßige Produkte nicht hochjubeln, Schwächen ansprechen und weniger bekannte Geräte mal Testsieger werden lassen, wenn sie es verdienen. Hier sehe ich noch viel Verbesserungspotential.
Mit freundlichen Grüßen
PBE
Hallo @Raiko58,
Zitat von Raiko58 im Beitrag #15
Also in Bonn ging das ganz einfach ein neuer Chefredakteur läuft mit Anhang durch das Hotel. Kommt in ein Zimmer hört kurz rein spricht den Vorführenden an und gibt die Visitenkarte ab, mit den Worten die hätte ich gerne für einen Test.
mit dieser Vorgehensweise kann ich leben, allerdings sollte er nicht nur kurz reinhören, sondern schon etwas länger.
Mit freundlichen Grüßen
PBE
P.S. Was ist mit "Anhang" eines Chefredakteurs gemeint, ein Groupie
?
Hallo,
mit den Aussenseitern gebe ich Euch recht. In den Autorenzeitschriften steht meist die Anlage des Testers, in die er die Testkomponente einbaut. Da erscheinen meist Namen von Komponenten, die ich als sein Leser noch nie gehört habe.
Er hat sie wohl nicht nach Marktstärke, Werbebudget etc. ausgesucht, sonder nach Klang.
Wie kommt man an Marken, die man nicht kennt? Oder für die es keinen Vertrieb in der Nähe gibt. Schwierig, also doch entlang der Testberichte die Händler besuchen. Wie macht ihr das?
Gruß
simplon
Gruß Simplon
It don´t mean a thing if it ain´t got that swing (Duke Ellington, lyrics: Erving Mills, 1931)
Hallo Simplon,
so unbekannt ist die Marke nicht![]()
ist aber auch nicht schlimm
, fand nur die Unterwürfigkeit der Körpersprache lustig.
Gruß
Raiko58
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Hallo @simplon,
Zitat von Simplon im Beitrag #18
In den Autorenzeitschriften steht meist die Anlage des Testers, in die er die Testkomponente einbaut. Da erscheinen meist Namen von Komponenten, die ich als sein Leser noch nie gehört habe.
Er hat sie wohl nicht nach Marktstärke, Werbebudget etc. ausgesucht, sonder nach Klang.
Wie kommt man an Marken, die man nicht kennt? Oder für die es keinen Vertrieb in der Nähe gibt. Schwierig, also doch entlang der Testberichte die Händler besuchen. Wie macht ihr das?
das einzig positive an Autorenzeitschriften ist wirklich, dass hier öfter Marken getestet werden, die kaum bekannt sind. Weniger gut wäre allerdings, wenn man nur das Gerät in die eigene Referenzanlage einbaut und nur diese Bedingungen zum Test hat. Das Ergebnis, ganz gleich ob positiv oder negativ, könnte reiner Zufall sein. Somit auch hier: Ich möchte eine richtige Testzeitschrift mit mehreren Hörräumen, Messungen und einer Testmannschaft statt einer Einzelmeinung.
Obwohl die Produktbreite im HIFI-Segment groß ist, kann man viele Marken über die Internetseiten der Vertriebe recherchieren. Zudem sind ja die meisten Redakteure schon lange dabei und haben einen Überblick. Messen / Veranstaltungen sollten eine weitere geeignete Quelle für die Vorauswahl sein, der Besuch bei den Fachhändlern dürfte der Eingrenzung dienen. Meistens bestehen langjährige Beziehungen zwischen den Herstellern und den Zeitschriften, die Hersteller wenden sich an die Zeitschriften und stellen schon vor Auslieferung des Produkts an den Einzelhandel Testgeräte zur Verfügung und machen auch noch vieles mehr:
„Anfang September waren Journalisten aus ganz Europa nach Südengland eingeladen, um sich ein Bild von den Lautsprechern (Anmerkung: B&W 800 D3-Serie) und deren Fertigung zu machen“ (Audio 11/2015, Seite 20). Das funktioniert hier genauso wie in anderen Branchen. Beispielsweise wenn die Fuhrparkleiter von größeren Unternehmen übers Wochenende zum Probefahren des neuen Modells eingeladen werden. Ob man sich dadurch davon beeindrucken läßt, ist letztendlich dann Charaktersache.
Mit freundlichen Grüßen
PBE
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