Hallo,
ja, schade um den guten Charlie. Er war ein toller Musiker, der auch andere Musikstile (Jazz, Boogie, Blues) drauf hatte
. Bei den Live-Konzerten bildete er die feste Basis für seine manchmal etwas unzuverlässigen Kollegen. Insbesondere Ron Wood und Keith Richards hatten ihre Drogen- und Alkoholprobleme und das ist der Performance auf der Bühne ja nicht immer förderlich. Die interessante Doku "Ronnie Wood – Somebody Up There Likes Me" liefert hier interressante Einblicke.
So waren die Konzerte der Stones manchmal wie die berühmte Schachtel Pralinen bei Forrest Gump. Man wußte nie so genau was sie abliefern würden.
Bei 2 von 3 Konzerten hatte ich Glück mit den Stones. Neben mir auf der Magnettafel sehe ich noch eine alte Eintrittskarte: Rolling Stones, Urban Jungle Europe 1990, Samstag 2. Juni 1990 im Olympiastadion München. Das war eine tolles Konzert, sehr professionell von allen Stones-Bandmitgliedern und musikalisch sehr überzeugend. Ich hatte vorher doch etwas Bedenken, weil die Stones in den 80igern auf der Bühne nicht immer überzeugen konnten, aber alles passte an diesem Abend wunderbar.
Grundsätzlich kann man einen Schlagzeuger besser "ersetzten" als einen Sänger, einen Gitarristen bzw. den Song-Schreiber. Ich glaube aber, dass die Stones ohne Charlie Watts nicht mehr die Gleichen sein werden und etwas fehlen wird. Auch der Tod von Ian Stewart (1985) oder das Ausscheiden von Brian Jones oder Mick Taylor haben musikalische Spuren hinterlassen, die nicht positiv waren. Vielleicht hören Sie ja doch mal auf, 2022 würden die Stones ihre sechszigstes Bühnenjubiläum feiern.
MfG
PBE