Ich war heute noch mal vor Ort und habe ausgiebig gelauscht.
Und heute war es auch für mich wirklich richtig gut !
Es ergab sich heute, daß nur die ersten Minuten ein paar andere Leute anwesend waren und ich danach gänzlich alleine im Raum war. Ich hatte eine ganze Zeit lang die alleinige Herrschaft über die Anlage, quasi als "Master of the Setup". So konnte ich hören was ich wollte, so oft ich wollte und mit der mir genehmen Lautstärke, ohne Rücksicht nehmen zu müssen. Nur SO, und nicht anders, ist eine Anlage wirklich bewertbar ! Es war sozusagen eine Privatforführung auf Weltklasseniveau in Anbetracht der dort aufgestellten Komponenten. Etwas, das man bei einer Anlage dieser Größenordnung und Qualitätsstufe doch recht selten finden dürfte. Mein Dank gilt Herrn Andres von der P.I.A., der mich alleine hat "werkeln" lassen. Und dieses "Werkeln" hat mir erstmals vor Augen, oder besser vor Ohren geführt, wie gut die großen B&W WIRKLICH sein können - dann nämlich, wenn sie richtig betrieben und vorgeführt werden ! Letzteres ist bei fast allen Vorführunge - auf Messen wie bei Händlern gleichermassen - nicht der Fall. Nach all den Jahren eher suboptimaler Vorführungen mit nicht wirklich passender Ansteuerung, "falscher" Musik, lästigem Publikum das meistens nicht wirklich Ahnung hat und zu geringen Abhörpegeln (Briten und Amerikaner langen da meist anders hin als deutsche Vorführer !) nunmehr endlich meine "persönliche Offenbarung" bezüglich B&W, für die ich zu danken habe. Diese,"meine" Vorführung, war das Beste was ich von B&W JEMALS hören dürfte. Ein wahres Highlight in Sachen Händlervorführungen und sicherlich unter meinen Top Ten.
Zum Einsatz kamen verschiedene CDs, SACDs und XRCDs und Reference Recordings von Diana Krall über Lee Ritenour und Chuck Loeb, Louis Armstrong bis zu Joe Bonamassa und der Dallas Wind Symphony mit einem wahren Lehrstück in Sachen Orchesterperformance und Dynamik.
Klanglich entfaltete sich ein großartiges Klangpanorama, von einer quasi vor einem stehenden Diana Krall, einem lösröhrenden Joe Bonamassa bis zum Orchester in annähernder Originallautstärke. Hervorragende Räumlichkeit, klasse Auflösung, Attack und Transientendarstellung auf Spitzenniveau. Es war ein Eintauchen in die Musik, wie man es nur selten erlebt. Auch hatte ich nochmals Gelegenheit, einige Dinge mit Herrn Andres von der P.I.A. zu besprechen, technische wie musikalische. Seine Gratulation zu meiner Musikauswahl war dann noch das Tüpelchen auf dem i. So hatte ich einen musikalischen Nachmittag allererster Güte, der sicherlich noch nachwirkt.
Summa cum laude auf allen Ebenen ! 
