#1

Musik via Ethernet/WLAN übertragen

in Technik - Streaming 14.12.2020 11:04
von Bernie • 3.353 Beiträge

die meisten hören ja heute Musik digital via Streaming, nur wenige nutzen noch einen CD-Player.
Egal ob die Musik von einem lokalen NAS oder PC kommt oder aus dem Internet, sie wird dann jedenfalls über Ethernet bzw. WLAN an den Endpoint/Streamer übertragen. Egal ob das jetzt ein LINN oder Devialet ist oder eine der vielen anderen Lösungen.
Was die meisten dabei übersehen ist der Einfluss der Übertragung. Da werden ja nur Einsen und Nullen übertragen, das kann klanglich keine Rolle spielen.
Was die Datenintegrität angeht ist das auch so, sonst würde die Datenübertragung per Netzwerk ja auch nicht funktionieren. Die Daten kommen also korrekt am anderen Ende an.
Trotzdem gibt es hier klangliche Unterschiede die von den verwendeten Routern, Switches, NAS, PC, Ethernetkabeln und Netzteilen abhängt. Tatsächlich sind meiner Erfahrung nach diese Unterschiede kaum geringer als zwischen verschiedenen CD-Playern, teilweise sogar erheblich größer.
Da das ja nicht an den Daten selber liegen kann muss es dafür andere Gründe geben. Nach allem was ich so im Internet gefunden habe kommen dafür Störkomponenten in Frage die über Masse und auch über die Datenleitungen übertragen werden. Diese Störkomponenten kommen von überall, vom PC/NAS, Schaltnetzteile, Einstreuungen in die Kabel, usw.
Ich habe in letzter Zeit etwas experimentiert und bisher folgende Übertragungen vom PC zum Devialet getestet:
1) WLAN
2) direkte Ethernetverbindung (also Kabel vom PC zum Devialet)
3) Verbindung über Router Fritzbox 7590 (also PC->Fritzbox-> Devialet)
4) wie 3 aber mit zusätzlichem Aqvox SE Switch kurz vor dem Devialet
5) Ethernet via Glasfaser (von der Fritzbox über einen TP-Link Medienkonverter)

Dabei kam ein 0,5m und ein 4m Aqvox Ethernetkabel zum Einsatz. Die Medienkonverter von TP-Audio und das 3m Glasfaserkabel kosten so um die 50€.
Die obige Reihenfolge spiegelt auch die Klangqualität wieder, oben am schlechtesten, unten am besten. Die Unterschiede sind deutlich zu hören und durchaus beträchtlich (zwischen 1) und 5) )

Heute soll der Etherregen geliefert werden. Der hat einen SFP Eingang, kann also über Glasfaser angesteuert werden. Das sollte dann also ganz klar die Nummer 6 werden, also beste Klangqualität. Ich werde berichten.
Interessant ist auch dass es besser klingt wenn man alle Netzwerkkomponenten auf 100mbit konfiguriert (statt 1gbit)...


Roon PC mit HQPlayer -> Optisches Ethernet -> Holo Red -> USB -> Audio GD DI20HE/Ref10 -> AES -> Devialet 1000Pro CI -> Vivid Audio Giya G2
Raumkorrektur: Convolution mit REW/Rephase
Strom: Audioquest Niagara 5000, Silver Cloud / Hurricane AC Kabel
zuletzt bearbeitet 14.12.2020 11:07 | nach oben springen

#2

RE: Musik via Ethernet/WLAN übertragen

in Technik - Streaming 15.12.2020 00:00
von Audiophon • 1.404 Beiträge

Hallo Bernie,

Sehr interessantes Thema. Ich denke auch hier gilt, dass hier jeder in seiner Kette die eigene Reihenfolge erkunden muss.

Auralic beispielsweise bevorzugt um empfiehlt ausdrücklich die WLAN Zuspielung und jegliche Störkomponenten aus eine Zuspielung via Kabel com Streamer fern zu halten. Wir sehen ja alle welcher Aufwand notwendig ist um diese Einflüsse wieder zu minimieren: teuere Ethernetleitungen, audiophile Switches etc. Wifi scheint hier einfacher und mit weniger Einflußfaktoren zu funktionieren.

Ich konnte beispielsweise bei mir keinen Unterschied zwischen der Zuspielung via USB Stick am Streamer und dem Streamen von Qobuz feststellen. Besser denke ich kann Ethernet auch nicht klingen - oder vielleicht doch ??

Viele Grüße
Martin


Lautsprecher: Gauder Akustik Berlina RC7 Diamond Black Edition DV
Endstufen: Grandinote Demone
Vorstufe: Grandinote Domino
Quellen: TAD D1000 MkII; Auralic Aries G1 (Hör-Wege PSU) mit QNAP HS 251+ (über Wifi)
Kabel: Wireworld Gold Eclipse 7 LS-Kabel und Brücken; 2 x Wireworld Platinum Eclipse 7 XLR; Digital: Wireworld Platinum Starlight 7 XLR
Strom: AHP Klangmodul; eigene Zuleitung ab Verteilerkasten; Furutech Wandsteckdose; Furman IT Ref 16 IE; HMS Energia SL/OV (speziell konfektioniert fuer Furman)
Rack: Bassocontinuo Reference Line Accordeon
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#3

RE: Musik via Ethernet/WLAN übertragen

in Technik - Streaming 15.12.2020 10:07
von Bernie • 3.353 Beiträge

Devialet hat am Anfang ja auch behauptet es gäbe nichts besseres als WLAN. The best cable is no cable war der Werbespruch. Seitdem hat sich ja an der Hardware viel getan.
Das Ergebnis hängt sicher von der verwendeten Hardware ab. Wenn sich das WLAN nicht abschalten läßt sind dessen negative Einflüsse ja auch present wenn man Ethernet nutzt. Beim Devialet kann man das WLAN deaktivieren.
Scheinbar können aber Störungen teilseise auch über WLAN übertragen werden, ein unsauberes Rechtecksignal kommt am anderen Ende genauso unsauber oder noch schlechter an. Immerhin klang der Betrieb mit WLAN über die neue Fritzbox 7590 auch bei mir besser als über die alte 7390.
Ein einfaches Ethernetkabel welches dann evtl. noch über 20m durchs Haus geht wird sicherlich nicht besser sein als WLAN. Da kann dann schon ein normaler Switch vor dem Endgerät den Klang deutlich aufpolieren.
Bei mir sind es aber nur ca. 3m die per WLAN oder Ethernet zu überbrücken sind. Eine direkte Ethernetverbindung ist nur um Nuancen besser als WLAN, sobald man das Signal direkt vor dem Endgerät neu erzeugt (bei mir der Aqvox Switch oder der TP-Link Medienkonverter) wird in meinem Fall Ethernet deutlich besser.
Was seit gestern der Etherregen bei mir macht ist nochmals eine ganz andere Liga, das sind keine kleinen Unterschiede mehr.


Roon PC mit HQPlayer -> Optisches Ethernet -> Holo Red -> USB -> Audio GD DI20HE/Ref10 -> AES -> Devialet 1000Pro CI -> Vivid Audio Giya G2
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Strom: Audioquest Niagara 5000, Silver Cloud / Hurricane AC Kabel
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