#1

Berliner Luft - Besuch bei Jkron

in Private Hörsessions 08.12.2015 18:43
von maldix • 3.178 Beiträge

Besuch in Berlin bei JKron

Erstens kommt es anders meistens als man denkt, so durfte ich kurzfristig durch eine Terminänderung von Hamburg nach Berlin umbuchen.

Dadurch konnte ich leider nicht, bei unseren Nordlichtern in der Hansestadt aufschlagen.
Ein kurzer Blick in unsere Memberliste zeigte, dass wir ja auch in der Berliner Luft vertreten sind. Ob wohl die Planung mehr als kurzfristig war, gelang es mir doch mich mit Jkron und Rasenfan zu treffen. Zum Glück und meiner Freude konnten sich beide loseisen und sich für mich etwas Zeit nehmen. Deshalb auch hier auch nochmal meinen lieben Dank an Euch beide, dass das so spontan geklappt hat. Ganz große Klasse!

Auf diese Weise kam ich in den Genuss, und konnte ich mir gleich die drei sehr interessanten, aber grundverschiedenen High-End Anlagen unser Forenkollegen anhören.

Zusätzlich kam dann noch am Donnerstag in den Genuß einer kurzen Devialet-Session mit Phantom im KaDeWe, so dass ich doch aus Musikalischer sicht eine wirklich erkenntnissreiche Woche in Berlin verbringen durfte. Da tat es nicht ganz so weh, dass ich nicht nach Hamburg zum hören kam, das wird aber sobald als möglich nachgeholt.

Wie immer, wenn man sich nur vom Schreiben her kennt, ist die Spannung und Neugier groß, wenn man sich dann zum ersten Mal persönlich begegnet. Auch wenn man das gleiche Hobby hat, heißt das ja nicht immer dass die Chemie da auch wirklich stimmt. Glücklicherweise war das in Berlin überhaupt kein Problem. Ich kam mir vor, als würde ich alte Bekannte besuchen.

Jürgen, den ich am Dienstag besuchte wohnte wirklich in der Nähe meines Hotels, und war mit knapp ca. 30 min Fußweg, im wahrsten Sinne des Wortes meine erste "Anlaufstelle".

Um zu Wolfang ins Grüne zu kommen, musste ich da schon die öffentlichen Verkehrsmittel bemühen, die Entfernung, wäre zu Fuß wohl doch etwas weit gewesen.

Doch sowohl bei Jürgen als auch bei Wolfgang waren die paar Stunden viel zu kurz für mich. Viel interessante Themen, Musikhören und jede Menge tolle Technik, und noch mehr Erfahrung im Hobby, dabei vergeht die Zeit wie im Flug, besonders wenn man morgens früh raus muss. Die Zeitfenster waren damit mal gerade groß genug um einen ersten Kontakt herzustellen und sich einen ersten Eindruck zu verschaffen.

Wenn ich im Nachgang nochmal lese, was ich mir habe anschauen und anhören dürfen, dann läuft mir bildlich gesprochen immer noch regelrecht das „Wasser im Munde“ zusammen.

Jürgen, nennt eine sehr feine 2.1 Anlage sein eigen.
Bei Wolfang wirkt da ganz anderes Material. Neben der High End Anlage im Wohnzimmer, die für viele sicherlich schon deutlich über dem Machbaren liegt, spielt für mich das wirklich ganz große Kino (incl. Hifi) im top-optimierten Hörraum im Keller.

Bevor es nun jeder gleich denkt, die größte Anlage ist auch zwangläufig die Beste. Natürlich spielen die beiden Anlagen von Wolfgang in einer anderen Liga, aber grundsätzlich kann man allen drei Systemen erstmal ganz ausgezeichnet Musik hören. Die Ausprägungen und Signaturen der Anlagen unterscheiden sich aber deutlich und man merkt klar auch die jeweiligen Raumeinflüsse als einen begrenzenden Faktor.

Die beiden Foren-Member sind auf Grund Ihrer Historie, Vorliebe und Kenntnisse, für mich klar potentielle Kandidaten für unsere Homestory.

Derzeit hört Jürgen auch bedingt durch den küürzlichen Umzug in die neue Wohnung mit einer 2.1 Konfiguration mit den kleinen Audium Comp 3 Monitoren und einem eine Woche alten Sunfire Atmos Sub, der jedoch noch seinen finalen Platz und Abstimmung nicht gefunden hat.

Die beiden Monitore mit ihren kleinen Breitbändern, bauen schon eine schöne, Bühne mit ansprechender Tiefenstaffelung auf. Die transparenz der Mitten und des Hochtons hätte ich bei diesen Lautsprechern so nicht vermutet. Irgendwie erinnerten sich mich dabei an die früheren Lautsprecher von antwerp. Der nach unten abstrahlende Tieftöner und das relativ kleine Boxenvolumen, lassen allerdings keine wirklichen Bassorgien erwarten. Da geht es schon recht schlank zu. Mit dem Sub, der ab 100 Hz seine Arbeit beginnt, erhält die Musik schon deutlich mehr Körper. Hier gilt es aber noch die genaue Abstimmung zu finden. Jürgen hat ja noch die im Hintergrund auf dem Bild ersichtlichen MBL – Boxen und auch, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ein paar T&A310 (ich glaub, die wären schon eher meine Wahl) im Keller.

Aus meiner Erfahrung heraus wird es schon noch ein paar Tage dauern, bis dann seine Anlage wieder in der gewohnten Qualität spielt. Aktuell ist da sicher noch nicht der optimale Zustand erreicht. Auch ist die Integration in den aktuellen Hörraum, mit seinem Grundriss, harten Wänden, Parkett und den großen bodenriefen Fenstern noch eine Herausforderung, die es zu stemmen gilt. Doch bei der Lösung dieser Aufgaben mache ich mir erstmal wenig Sorgen, schließlich verfügt Jürgen auch über einige Jahre an Erfahrung und kennt seine Anlage und ihre Qualitäten bestens. Ein weiteres Thema, das bei Jürgen einen großen Raum einnimmt, ist natürlich seine Vorliebe für gute Kopfhörer und somit auch die entsprechende Technik rund um dieses Thema.

Diese Komponenten spielen bei Jürgen:

Digitalwandler: Auralic Vega
Vorverstärker: Auralic Taurus Pre
Endstufe : Plinius P8
Lautsprecher : Audium Comp 3
Plattenspieler: Kuzma Stogi/Stabi-S mit Goldenote Boboli System
Phonostufe: Violectric 600
Kopfhörerverstärker: Auralic Taurus
Kopfhörer: Hifiman HE 860 und Grado GH-1
Powerconditioner: Opera Consonance
Verkabelung: überwiegend MuSiGo Reinsilber, Netzkabel Audioplan Ultimate und HMS Supreme
Zubehör: Bfly Master Absorberfüsse
Subwoofer: Sunfire Atmos
PC: Windows 10 mit Mediacenter 21, jplay 6.2 und Fidelizer Pro und Audioquest Jitterbug/ Audioquest Hydra


Durch die derzeit eingedrehten Monitore wird ein direktes, räumlich sehr klar strukturiertes Bild, mit deutlichem Fokus auf Präsenz erzeugt, das ein schönes audiophiles Hören auch über längere Zeiträume ermöglicht. Aus meiner Sicht hat die Elektronik aber deutlich mehr Potential als die Lautsprecher umsetzen können. Der Abend hat wirklich sehr viel Spass gemacht, den auch der Rückweg durch den strömenden Regen nicht trüben konnte.

Besten Dank für den schönen Abend

Angefügte Bilder:
auditorus te salutant
zuletzt bearbeitet 08.12.2015 21:37 | nach oben springen

#2

RE: Berliner Luft - Besuch bei Jkron

in Private Hörsessions 08.12.2015 22:15
von jkorn • 70 Beiträge

Hallo,
...ja es war ein wirklich schöner Abend mit maldix, die Stunden vergingen wie im Flug und ich habe nebenbei auch noch neue Musik kennengelernt.
Am nächsten Tag hab ich gleich den Tip von maldix umgesetzt und am Sunfire Atmos Sub die Frequenz auf 100 Hz hochgesetzt, Rothwell Pegelminderer eingesetzt und den Pegel etwas abgesenkt, Standort des Sub etwas verschoben. Jetzt spielt es für mich schon fast wie aus einem Guss...ein deutlicher Schritt nach vorn.
Der etwas limitierende Faktor der Lautsprecher ist mir schon bewusst, aber ich gewinne auch eine zuvor so nie erlebte Geschlossenheit und Intimität mit wirklich sehr guter Räumlichkeit (hab noch etwas an den Lautsprechern gerückt). Die Reinsilberlautsprecherkabel kosten deutlich mehr als das Paar Audium, aber diese gehen jeden Qualitätssprung ab Quelle mit.
Durch einen bessere Platzierung des Subwoofers hat vor allem die Stabilität im Klangbild und der Raumeindruck noch mal zugelegt.

Bei meinem Hörabstand höre ich wirklich sehr gerne mit diesen kleinen (Quasi)-Breitbändern. Meine MBL Monitore können unter dem Strich mehr, aber befriedigen in meinem jetzigen kleinen Raum nicht so sehr.

Ich beschäftige mich sehr viel mit Zubehör, habe schon alle erdenklichen Kabel getestet, Netzkabel bilden dabei in der letzten Zeit den Schwerpunkt.

Mein Hauptaugenmerk liegt aber auf der Wiedergabe per PC. Haufenweise USB-Kabel von einfach bis teuer, Audioquest alle Modelle, Wireworld, JCat, Chord Sarum , um nur wenige zu nenen, waren zu Gast oder im Besitz, geworden ist es nun ein MuSIGo Reinsilber USB.
Besseres Netzteil für PC, Audiobyte USB-Bridge mit SBooster Eco Netzteil, jplay und fidilizer pro haben die Qualität angehoben.

Das Thema Kopfhörer hab ich etwas auf Eis gelegt (aber ein Grado GH-1 mußte jetzt doch noch sein).

Jürgen

zuletzt bearbeitet 08.12.2015 22:37 | nach oben springen

#3

RE: Berliner Luft - Besuch bei Jkron

in Private Hörsessions 08.12.2015 22:40
von maldix • 3.178 Beiträge

Das hatte ich mir auch gedacht, dass der Sub, wenn er dann mal richtig angebunden ist, die Lautsprecher entlastet und das Hörbild runder werden wird.

Ich fand die Audium auch nicht schlecht, ganz im Gegenteil. Eine Kudos Super 10 wäre sicher auch ein Kandidat mit etwas mehr Gehäuse. Die LS würden sich klanglich sicher bei dir auch bestens integrieren, solltest du vielleicht auch mal einfach versuchen, wenn sich eine Gelegenheit gibt. Not tut es derzeit ja nicht.


auditorus te salutant
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#4

RE: Berliner Luft - Besuch bei Jkron

in Private Hörsessions 31.12.2015 16:30
von jkorn • 70 Beiträge



Hallo,
Animiert durch den Austausch und Besuch von maldix und seiner Bemerkung, daß meine Anlage mit den kleinen Audium Lautsprechern unter ihren Möglichkeiten spiele, hab ich die ruhigen Feiertage genutzt und einfach mal meine "alten" MBL 311E angeschlossen.

Auf den ersten Höreindruck wird sofort klar, daß diese Lautsprecher mehr können, weiter gehen, der vorgeschalteten Elektronik mehr Raum und Entfaltung geben. Die Audium sind mit ihrem empfohlenen VK ca halb so teuer wie das verwendete Lautsprecherkabel, von Endstufe , entsprechender Verbindungskabel und Vorstufe mal ganz abgesehen.

Die MBL spielen mit etwas größerer Basisbreite besser, auch ein größerer Hörabstand ist von Vorteil. Sofort wird der Hochtonbereich viel feingliedriger aufgelöst, jeder kleinen Verästelung kann nachgespürt werden, die imaginäre Bühne ist höher, breiter, ausladender. Trotzdem ist es umzugsbedingt in meinem kleinen Hörraum nur ein Erahnen des wahren Potentials dieser Lautsprecher, die noch vor einem Jahr optimal im großen Wohnzimmer aufgestellt mich größere Lautsprecher oder noch bessere nicht vermissen ließen.
Hier und und jetzt dicht an der Wand, in eine Raumecke gedrängt mit seitlicher Fensterbegrenzung spielen die MBL unter ihren Möglichkeiten, können einen nichts ahnenden Besucher nicht zeigen, was diese nicht mehr ganz jungen Lautsprecher (hab ich 1999 für ca 6000 DM gekauft, zzgl. dem gleich mitbestellten HMS Fortissimo BiWire) leisten können.

Hier wird für mich wie schon einige Male erlebt sehr deutlich, daß Lautsprecher und Raum zusammenpassen müssen, und auch der Hörabstand eine für mich sehr wichtige Rolle spielt, die einzelnen Chassis wie aus einem Guß spielen können..

Hier kommen die kleinen Audium ins Spiel (zunächst eigentlich für das Zimmer der Tochter gekauft, die aber jetzt mit aktiven Nubert A100 viel glücklicher ist).
Zunächst fällt der etwas zurückgenommene Hochton auf, der aber bei genauerem hinhören keine Details vermissen läßt.
Bei einer Basisbreite von etwas über zwei Metern und starker Einwinkelung (Achsen kreuzen sich kurz vor dem Hörplatz) stellt sich ein sehr holographischer Bühneneindruck ein. Der Musikalische Fluß bleibt bei einem Hörabstand von etwas über zwei Metern voll intakt, die Musik fällt nicht in ihre Einzelteile auseinander. Die starke Plinius Endstufe spielt völlig unangestrengt und druckvoll an den kleinen Lautsprechern.

Gute Ständer von Dynaudio und Spikeuntersetzer von Bfly haben das Klangbild nochmal besser einrasten lassen. (mit vorhandenen Audioplan Antispikes werde ich noch experimentieren).

Mein Fazit: Es stellt sich für mich mit den Audium Comp 3 eine sofortige größere Zufriedenheit beim Musikhören ein. Da gehe ich gerne einen Kompromiss ein. Natürlich wurmt es mich schon etwas, daß ich mit meiner Elektonik und über die letzten Jahre zusammengestellten Verkabelung und anderen Lautsprechern noch deutlich weiter gehen könnte, auch in meinem jetzigen kleinen Raum.
Aber was müssten das für Lautsprecher sein? Harbeth oder Spendor? , Diapason Adamantes?
Auf jeden Fall müsste es für mich so eine Art "letzter Lausprecher" sein, der das durch die Audium Breitbänder erlebte auf eine noch höhere Stufe stellt, abseits vom Mainstream, eher unspektakulär und vollkommen der Musik untergeordnet.....

...ein Lausprecher wie die Audium Comp 3 mit Sunfire Atmos Subwoofer geht auf jeden Fall in die richtige Richtung.

Jürgen

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#5

RE: Berliner Luft - Besuch bei Jkron

in Private Hörsessions 04.01.2016 21:25
von jkorn • 70 Beiträge

Hallo,

nach den ausgiebigen Lautsprechervergleichen zwischen Audium Comp 3 und MBL 311D habe ich nun beschlossen, die MBL zu verkaufen. Stehen jetzt bei ebay drin:
http://www.ebay.de/itm/291652175670?ssPa...984.m1558.l2649

...wenn also jemand hier Interesse hat...es geht aber nur Abholung

Jürgen

zuletzt bearbeitet 04.01.2016 21:25 | nach oben springen


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