#11

RE: Canton Reference 1k mit McIntosh-Elektronik

in Öffentliche Hörsessions - Workshops 26.06.2016 23:07
von GHP • 4.984 Beiträge

Die Raumakustik scheint mir bei Vorführungen überhaupt oftmals ein Problem zu sein.

Auch verstehe ich nicht, warum so viele Leute mit HighEnd-Anlagen so karg eingerichtete Räume unterhalten.


Ein Leben ohne GENELEC ist zwar möglich, aber sinnlos.

nunmehriges Goldohr ! ;-)
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#12

RE: Canton Reference 1k mit McIntosh-Elektronik

in Öffentliche Hörsessions - Workshops 29.06.2016 08:32
von Pale Blue Eyes • 785 Beiträge

Hallo @GHP,

Zitat von GHP im Beitrag #1

Ich hatte Glück und war der Einzige vor Ort, so daß die Demonstration quasi zu einer Privatvorführung geriet und ich viel Zeit hatte, ausgiebig - auch mit eigenem Material - zu hören. Die musikalische Spannbreite war groß, es wurde Klassik, Electronica, Blues, Rock, Lounge und Jazz gespielt - nicht nur "Singer - Songwriter", wie letztens bei der B&W 802/803D3 Vorführung.



typisch: Mit Canton lockst du (mittlerweile zu Unrecht) im HighEnd-Bereich keinen hinter den Ofen vor. Da fehlt einfach das Image, obwohl die neue Reference-Serie klanglich wirklich gut gelungen ist. Wenigstens kann man dann bei solchen Vorführungen mit nur wenigen Zuhörern den Sitzplatz frei wählen und auch die musikalischen Inhalte bestimmen.

Zitat von GHP im Beitrag #1

Der Raum war derselbe und auch wenn Bassenergie dort absorbiert wird (ich weiß jetzt auch definitiv warum), erlaubte die Vorführung im Laufe von 3 Stunden doch eine Einschätzung des Lautsprechers und der Anlagenkombination. Ich konnte jeden Track ausspielen und die Wiedergabefähigkeiten bei unterschiedlichster Musik prüfen - bekannter, wie unbekannter.
Diesmal war ich deutlich mehr angetan als von der B&W-Octave-Kombi, die mich letztens nicht wirklich, insbesondere angesichts des Preises überzeugt hatte.
Die große Canton ist ein absolut souveräner Toplautsprecher der mit jeder Musik zurechtkommt und Spaß vermittelt. Es ist mehr die Gesamtperformance die hier voll überzeugt als Einzelparameter. Bei einem Udo Lindenberg-Track beispielsweise hatte man schon sehr gut den Eindruck, Udo quasi vor sich zu haben. Egal ob Klassik, Jazz oder Pop, hier stimmte alles.



Für mich ist die neue B&W 800er-Serie schon ein großer Fortschritt zu den alten Modellen. Allerdings liegt der Schwerpunkt der Wiedergabe jetzt auf der Darstellung von feinen Details und präsenter, räumlicher Darstellung des musikalischen Geschehens. Also genau das, was man an den früheren 800er-Serien bekritteln konnte. Tonal fand ich das nicht zu 100% auf den Punkt, weil ich hier eine gewisse Auslegung auf die o.g. Einzelparameter erkennen kann. Das wird nicht besser, wenn man Elektronik und Räumlichkeit hat, die in die gleiche Kerbe schlagen. Hier lässt sich in normal bedämpften Wohnräumen und mit etwas zahmerer Elektronik wohl noch einiges herausholen. Die Canton-Reference klingen (nach meinen Eindrücken auf der HighEnd) ausgeglichener, vielleicht weniger detailverliebt als die B&W. Mit der etwas weicheren und wärmeren McIntosh-Elektronik macht man in dem Raum auch keinen Fehler.

Zitat von GHP im Beitrag #1

Allerdings hatte ich die Tiefbassfähigkeit der 1k ja auf der HIGH END 2016 schon gehört.
Ich hätte mir die Lautsprecher noch etwas weiter auseinander und von der Wand weggerückt gewünscht, da ich persönlich eher ein Freund er "akustischen Breitwandperformance" bin und sich in Sachen Tiefenstaffelung vielleicht so doch noch etwas mehr herausholen läßt. Angeblich aber macht den großen Cantönern eine wandnahe Platzierung nicht so viel aus wie anderen Lautsprechern.



Da glaube ich, liegst du absolut richtig. Interessanterweise habe ich in dem Raum schon besser gehört, als die Anlagen noch an der vermeintlich „schlechten“ langen Wand (Rigips ?) aufgestellt wurden. Vermutlich liegt es daran, dass man bei breiterer Aufstellung näher sitzt und den Raum weniger hört. Das ist eigentlich immer ein Vorteil und wird auch von einigen Lautsprecher-Entwicklern genau so angepriesen.

Obwohl ich jetzt nicht bei dem Termin anwesend war, finde ich generell, dass man sich keinen Gefallen tut, wenn man immer nur die größten Lautsprecher vorführt, zumal ja die Akustik des Raumes meist gar nicht darauf ausgelegt ist. Und beim P/L-Verhältnis sollte man bedenken, dass die Reference 1K 11 T€/Stück kostet, das nächstgrößere Modell, die Reference 3K 5,2 T€/Stück. Mehr als das doppelte für mehr Bass, der eventuell sogar die Gesamtperformance negativ beeinflusst, wenn Raum und Elektronik nicht mitspielen ? Die Differenz könnte man wunderbar in bessere Elektronik + Verbesserung der Raumakustik anlegen. Mich hat auf der HighEnd (2015 ?) gestört, dass die 1K im Bassbereich etwas zum Dröhnen geneigt hat. Das wäre wohl mit der 3K, insbesondere bei breiterer Aufstellung, nicht vorgekommen.

Mit freundlichen Grüßen

PBE


zuletzt bearbeitet 29.06.2016 08:37 | nach oben springen



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