#11

RE: Lohnt sich die Anschaffung eines highend Musikservers?

in Technik - Streaming 09.03.2019 16:28
von antwerp (gelöscht)
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Gegenüber einer normalen NAS bietet ein Mediaserver auf Klang optimierte Elektronik und Anschlüsse. Die besten haben einen getrennten LAN Eingang und - Ausgang, der laut einigen Tests noch einmal ein Schritt nach vorne bedeutet. Das hat aber den Nachteil, dass man ihn neben den Steamer platzieren muss.
Skeptisch sehe ich immer die Behauptung, dass die Kabellänge des Netzwerkes eine Rolle spielt, weil wie Bo schrieb, eine Verifizierung der im LAN Netz an den Streamer gesendeten Daten erfolgt.
Ich persönlich habe keine gewöhnliche NAS, sondern auch schon einen klangoptimierten RipNAS, dessen Windows Server 2011 System so programmiert wurde, dass der Audio Verarbeitung Vorrang und absolute Priorität eingeräumt wird.
Auch andere Hersteller müssen die Audiodateien auf solche Weise verarbeiten, ob mit Windows, Linux oder einer Eigenentwicklung, bevor sie sie im LAN Netz auf die Reise schicken. Dort liegt nach meiner Meinung das meiste Potential und natürlich die Verarbeitung der Daten nach Ankunft im Streamer oder DAC.


zuletzt bearbeitet 09.03.2019 21:01 | nach oben springen

#12

RE: Lohnt sich die Anschaffung eines highend Musikservers?

in Technik - Streaming 09.03.2019 19:06
von Gibbuts • 481 Beiträge

Zitat von Bernie im Beitrag #10
Ein Musikserver ist eigentlich nichts anderes als ein NAS wenn er keinen eingebauten DAC hat. Streamingdienste wie Qobuz oder Amazon stellen ja nur den Zugriff auf die Musikdaten über das Internet her. Die Daten werden immer noch über Netzwerk an den eigentlichen Streamer weitergeleitet der dann die Daten dekodiert und in Musik wandelt. Also nach meinem Verständnis ist ein Innuos kein Streamer. Deshalb ist auch ein LAN Port mit Streamer beschriftet. Ob ein Musikserver dann zum Streamer wird wen man den USB Ausgang nutzt ist allerdings eine interessante Frage...


Das Problem ist nur, dass der DAC eine Qobuz-Zertifizierung, oder was auch immer haben muss sonst ist das streamen über das LAN-Kabel nicht möglich. Ich habe als DAC einen MP3000HV, aber der ist nicht Qobuz-Ready, und somit geht das Streamen nur über den USB-Eingang. Alles was beim Innous auf der Festplatte ist geht über LAN in‘s Netzwerk.
Über den Ausgang „Streamer“ des Innous wird also nicht immer gestreamt sondern nur wennˋs der DAC so will.
Gruß


Gibbuts
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#13

RE: Lohnt sich die Anschaffung eines highend Musikservers?

in Technik - Streaming 09.03.2019 20:24
von Bernie • 3.307 Beiträge

ja, da gibt es einige Unschärfen in den Definitionen...


Roon PC mit HQPlayer -> Optisches Ethernet -> Holo Red -> USB -> Audio GD DI20HE/Ref10 -> AES -> Devialet 1000Pro CI -> Vivid Audio Giya G2
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#14

RE: Lohnt sich die Anschaffung eines highend Musikservers?

in Technik - Streaming 09.03.2019 20:56
von antwerp (gelöscht)
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Oftmals, beispielsweise mit LINN, gibt es mehrere Möglichkeiten Streamingdienste und ein NAS einzubinden, das aber immer oder nur über LAN.


zuletzt bearbeitet 09.03.2019 20:58 | nach oben springen

#15

RE: Lohnt sich die Anschaffung eines highend Musikservers?

in Technik - Streaming 18.03.2019 13:58
von Mr.Bojangles • 92 Beiträge

Da hinke ich bei den Servern wohl ein wenig hinterher, denn zu der Zeit als ich begann, mich dafür zu interessieren, waren das immer Pakete aus einem NAS und einem Streamer als gebrauchsfertige Version.
Wenn es nun also Musikserver gibt, die keinen Streamer haben, dann ist das ein ganz gewöhnliches NAS, nicht mehr und nicht weniger. Bei dem RipNAS ist, soweit ich weiß, noch ein CD-ROM verbaut, mit einer Rip-Software.

Das ist imho ganz gewöhnliche Computertechnik. Die Server speichern Daten und geben sie auf Abruf weiter. Die Daten sind nur Nullen und Einsen, nichts weiter. Der Server weiß nicht, ob es ein Foto ist, Musik, ein Text oder ein Code. Ist alles das Gleiche und wird nach dem selben Protokoll bearbeitet.

Für mich gibt es nur 2 audiophil relevante Schnittstellen in dieser Technik. Der Wechsel von analoger Information in digitale Information und die Rückübertragung der digitalen Information in eine Analoge.

Die erste Stelle ist die Digitalisierung der Musik in ein Format für CD, DVD oder ein Audiocodec (Wave, FLAC oder MP3). Dies beginnt schon bevor wir die Musik erwerben und wir haben mit unserer Technik keinen Einfluss darauf.

Die zweite Stelle beginnt mit der Umwandlung der Nullen und Einsen in ein analoges Signal für Verstärker und Lautsprecher. Hier können wir mit der Qualität des Streamers großen Einfluss nehmen, der allerdings begrenzt ist durch die Qualität der ersten Schnittstelle.

Alles was dazwischen liegt ist schnöde Alltagscomputertechnik.

Aber mann kann ein paar nette Gimmicks zur "Optimierung" einbauen. Das ändert an den Nullen und Einsen zwar überhaupt nichts, stärkt aber die Bereitschaft der Kunden, mehr Geld in die Hand zu nehmen ungemein. Und wo Geld so leicht verdient werden kann, wird es auch immer verdient.

Gruß, Bo


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#16

RE: Lohnt sich die Anschaffung eines highend Musikservers?

in Technik - Streaming 18.03.2019 15:45
von Bernie • 3.307 Beiträge

da stimme ich Dir nicht zu. Ich habe seit einiger Zeit einen Aqvox Switch im Einsatz der einen recht großen Unterschied macht. Klar kommen am Ende nullen und einsen raus, aber eben auch Störkomponenten. Deswegen haben die guten Musikserver auch spezielle Netzwerkkarten mit besserer Clock und Stromversorgung. Sollte man sich erst mal anhören und dann urteilen.
Es gibt hier ja einen Bericht über einen "Themenabend" bei Tom.


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#17

RE: Lohnt sich die Anschaffung eines highend Musikservers?

in Technik - Streaming 19.03.2019 14:26
von Mr.Bojangles • 92 Beiträge

@Bernie
Die Möglichkeit einer Störung die auf die 2. Schnittstelle ( Streamer) wirkt, habe ich ja nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Um das aber zu unterbinden muss ich den Streamer doch nur bei der Verkabelung durch eine entsprechende Trennstelle schützen. Dafür benötige ich doch keinen wie auch immer aufgemotzten Server.
Schon bei meinem letzten Messebesuch in Bonn hatte ich den Eindruck, das die HiFi-Branche versucht die mangelnde Sachkenntnis von Kunden, die mit Netzwerklösungen noch nie zu tun hatten, dadurch auszunutzen, dass man teure sog. audiophile Computertechnik anbietet, obwohl es ganz preiswerte Lösungen gäbe. Aber damit verdient man ja nichts...


zuletzt bearbeitet 19.03.2019 14:27 | nach oben springen

#18

RE: Lohnt sich die Anschaffung eines highend Musikservers?

in Technik - Streaming 19.03.2019 15:41
von Bernie • 3.307 Beiträge

ich habe auch nur einen PC als Musikquelle der für Audio optimiert ist, also Audiophile Optimizer und Fidelizer. Bei USB hat das klanglich was gebracht, bei Ethernet habe ich das nie ausprobiert.
Der Switch allerdings macht einen positiven Unterschied. Im Prinzip macht man damit aus einem PC einen audiophilen Musikserver. Ich wüsste jetzt nicht mit welcher anderen Computertechnik ich zu diesem Ergebnis kommen würde. Der Switch beinhaltet auch eine galvanische Trennung, die ist vermutlich klangentscheidend.


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#19

RE: Lohnt sich die Anschaffung eines highend Musikservers?

in Technik - Streaming 19.03.2019 16:19
von Mr.Bojangles • 92 Beiträge

Genau die galvanische Trennung meine ich. Einen anderen Einfluss kann es nicht geben, die Dateiinfo selbst bleibt völlig unbeeinflusst.
Einen guten galvanischen LAN-Trennschalter gibt es bei Amazon für unter 100 Euro.
Auf der Messe in Bonn wurden solche Schalter für mehrere 100 Euro angeboten. Da sei ja spezielle Audiotechnik drin. Auf Nachfrage hüllte man sich jedoch in Schweigen .... Betriebsgeheimnis. Jaja, is klar .....
Ich will die Anbieter nicht pauschal verurteilen, aber da springen mir zu viele auf den digitalen Zug auf, die mit wenig Aufwand Kasse machen.


zuletzt bearbeitet 19.03.2019 16:23 | nach oben springen

#20

RE: Lohnt sich die Anschaffung eines highend Musikservers?

in Technik - Streaming 19.03.2019 16:31
von maldix • 3.614 Beiträge

Du hast da sicher recht bo, schöne Gehäuse Werbung ect kosten auch Geld. Ein guter Rasberry mit vernünftigem Gehäuse DAC und Netzteil kann auch knapp 400-500. € kosten. Der spielt, wir hatten das schon mehrfach getestet sehr weit oben. Das ist letztlich ein EinplatienenRechner auf Linux Basis der nackt um die 40 Euro kostet.
Letztlich ist es aber schon so wie du schreibst. Auch die Windows Versionen sind m.E ähnlich einzusortieren, jedoch meist etwas teurer.


auditorus te salutant
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