Hi Antwerp,
ich hatte auch schon mal die Gelegenheit eine Aufnahme und Mastering (unter Mithilfe eines ProfiTontechnikers) zu machen. Es ist erstaunlich was man heute alles machen kann.
Das geht weit über Echo, Frequenzen etc. hinaus. Selbst excludieren von ganzen Stimmen, auch wenn die einzelspuren nicht vorhanden sind, ist möglich. Was mich erstaunt hat sind z.B. die Möglichkeiten der Bearbeitung von schlecht und falschem Gesang. Die Künstler am Mischpult können, auch wenn nur Ansatzweise etwas verwendbares an Aufnahme vorliegt, mit entsprechendem Aufwand noch ein hörbares Produkt zaubern. Falsches Tempo, falsche Töne, dünne Stimme usw, können richtig gut aufbereitet werden. Ob sich ein solcher Aufwand lohnt, nun das müssen und dürfen andere Entscheiden.
Studio ist schon mal definitiv ein eigenes Thema und ich würde es auch eher Aufnahme Labor bezeichnen.
Aber auch Live Konzerte werden heute intensiv nachbearbeitet. So wurde z.B ein Meilenstein das"Pulse"Konzert am 20. Oktober 1994 im Earls Court Exhibition Centre in London mit vielen falschen Töne und schlechter Qualität aufgezeichnet. Um diese Probleme zu beheben, wurde das Konzert in der Postproduktion aufwändig bearbeitet und das Audio mit modernen Technologien wie 5.1 Surround Sound und Audio Restoration-Software verbessert.
Das Ergebnis ist sehr gut geworden und entspricht sicherlich nicht mehr dem, was die Leute vor Ort hörten. Und das live Feeling auf der Anlage lässt das alles eher nicht vermuten.