#11

RE: Süddrift vor Ort ... (bei simplon)

in Private Hörsessions 25.10.2018 05:40
von maldix • 3.625 Beiträge

Mich freut auch zu lesen, dass der Süden Rockt und sich dabei auch noch sportlich betätigt. Da ich seinerzeit, noch vor Colibri, diese Anlage hören durfte, war ich schon begeistert und hätte da auch keine wirklichen Änderungswünsche gehabt. Das der Colibri anfangs etwas Einspielzeit braucht stimmt. Das habe ich auch erfahren. Wie auch bei anderen Präzisionsinstrumenten üblich, reagieren diese spürbar auf Veränderungen. So kann man neben der Aufstellung und Tonarmabstimmun auch mit andern RCA Kabeln und Plattenteller Matten, Veränderungen in der Phono-Pre-Konfiguration, Entzerrungskurveneinstellung genau an diesen Punkten feilen.

Ich habe durch die Montage an der Wand in Verbindung mit einer Schieferplatte und einer zusätzlichen Kork/Filz Matte und sich nicht so analytisch verhaltenden Kabeln, ein für mich rundes Bild erhalten.

Vielleicht wäre es ja auch einen Versuch wert, den TR auf zwei 50kg Träger und eine entsprechende Platte an die Wand zu bringen. Das zu testen kostet erstmal nicht die Welt und ist schnell zu bewerkstelligen. Wenn es nicht den gewünschten Erfolg hat ist es auch schnell wieder weg. Da könnte man auch die bereits vorhandenen Platten mal als erstes versuchen um zumsehen, was hier Veränderungen bringen, bevor man ein teures neues Rack kauft, dessen Wert im Vorfeld auch nicht sicher ist.


auditorus te salutant
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#12

RE: Süddrift vor Ort ... (bei simplon)

in Private Hörsessions 25.10.2018 08:33
von Pale Blue Eyes • 838 Beiträge

Hallo,

meine Lautsprecher stehen ja „werksseitig“ schon auf Sockeln, ich habe mir aber trotzdem schon vor Jahren Granitplatten machen lassen. Meines Erachtens ist der Einfluss der Granitplatten gut hörbar. Insbesondere auf Laminatboden sorgen sie für mehr Grundton und bessere Basswiedergabe ohne störende Nebeneffekte.

Mittlerweile habe ich Fliesen als Untergrund. Wenn ich mich recht entsinne, ist immer noch ein positiver klanglicher Effekt vorhanden, wenn auch nicht mehr so groß wie bei Laminat. Länger ausgetestet habe ich das dann aber nicht mehr. Zwischen Granitplatte und Fliesen befindet sich noch eine runde Korkmatte aus dem Möbelgeschäft. Die ist aber eher dazu da, dass die Fliesen nicht verkratzt werden, wenn ich z. B. die Granitplatten schiebe oder drehe.

Stellt sich die Frage: Braucht man eine Granit- oder Schieferplatte noch unter dem werksseitigen Sockel ? Das kann ich nicht abschließend beantworten. Bei @Simplon stehen die B&W (siehe Foto) wohl auf dem werksseitigen Sockel und darunter sind Spikes auf Fliesen.

Was ich allerdings sagen kann ist, dass die Absorber zwischen den werksseitigen Sockeln und der Granitplatte klar zu hören sind. Die Sicomin-Antispikes mussten deshalb bei mir weichen und wurden durch RDC-Kegel ersetzt. Dadurch erhalte ich einen deutlich präziseren Bass- und Grundtonbereich.

Also meine Erkenntnis ist, dass sich die Unterlage bei Lautsprechern schon stärker auf den Klang auswirkt und problemlos gehört werden kann. Gerätefüße (z.B. bfly unter dem Verstärker) habe ich auch im Einsatz, aber da muss ich schon genau hinhören, um Unterschiede festzustellen. Freilich besitze ich keinen Plattenspieler und Gerätebasen habe ich (bisher) ebenfalls noch nicht getestet. Allgemeingültige Aussagen lassen sich bei diesem Thema ja sowieso nicht treffen, hier muss man schlicht selbst vor Ort testen.

Vielleicht würde sich bei @Simplon auch mal eine Test lohnen, ob man nicht unter den B&W mal mit Schieferplatten und Absorberfüßen noch Klang herauskitzeln kann ?

Mit freundlichen Grüßen

PBE

P.S: Schiefer- / Granitplatten haben auch noch andere Vorteile: Tolle Optik, sofern sie gut gemacht sind und Nachbarn unter der eigenen Wohnung werden geschont. Wenn die Anlage im Keller steht, ist letzteres freilich wurscht.


zuletzt bearbeitet 25.10.2018 08:36 | nach oben springen

#13

RE: Süddrift vor Ort ... (bei simplon)

in Private Hörsessions 25.10.2018 09:17
von Simplon • 1.827 Beiträge

Hallo PBE,
Danke für Deine Erfahrungen. An Änderungen bei den LS habe ich noch nicht gedacht, da die beigelegten Spikes vom Hersteller in der Anleitung als die beste Lösung genannt werden. B&W legt auch Füsse mit einer gummiartigen Halbkugel bei, die aber nur zum Einsatz kommen sollen, wenn Spikes nicht möglich sind.

B&W nennt als Impedanz 8 Ohm, der McIntosh hat durch die Ausgangsübertrager Abgriffe für 2, 4 und 8 Ohm. STEREO empfahl damals im Test 4 Ohm, was B&W ablehnte. Hast Du mit unterschiedlichen Dämpfungsfaktoren eigene Erfahrungen?

Meine Basalt- und Granitplatten haben scheinbar Hochton- Energie gespeichert, die das Klangbild nach oben verschoben hat. Zugleich wurden die Raumabbildung und die "Feinheit" deutlich besser. Die Dynamik hat einige meiner erfahrenen Gäste fasziniert. Jetzt steht alles im Holz-Rack, der Klang ist wieder voluminöser, aber o.g. "Spritzigkeit" ging verloren.

Wenn ich ein Rack finde, das diese Spritzigkeit wiederbringt, ohne das Volumen des Klangs zu beschneiden, werde ich zuschlagen. Die Firma Creaktiv hatte mir auf der letzten HighEnd eine Testinstallation eines Referenz-Modells bei mir vorgeschlagen, um zu sehen, wie gut das wirkt. Werde ich diesen Winter mal in Angriff nehmen.

Gruß
simplon


Gruß Simplon

It don´t mean a thing if it ain´t got that swing (Duke Ellington, lyrics: Erving Mills, 1931)


zuletzt bearbeitet 25.10.2018 09:21 | nach oben springen

#14

RE: Süddrift vor Ort ... (bei simplon)

in Private Hörsessions 25.10.2018 15:04
von Pale Blue Eyes • 838 Beiträge

Hallo @simplon

Zitat von Simplon im Beitrag #13

B&W nennt als Impedanz 8 Ohm, der McIntosh hat durch die Ausgangsübertrager Abgriffe für 2, 4 und 8 Ohm. STEREO empfahl damals im Test 4 Ohm, was B&W ablehnte. Hast Du mit unterschiedlichen Dämpfungsfaktoren eigene Erfahrungen?


ich habe bei meinem Octave V40 keine Abgriffsmöglichkeiten für verschiedene LS-Impedanzen. Ob der höchste Dämpfungsfaktor stets die beste Lösung ist, kann man wohl nicht sagen, ohne den Lautsprecher in die Betrachtung miteinzubeziehen, siehe
https://www.audio-components.de/assets/U...hifirecords.pdf .
Zitat von Simplon im Beitrag #13

Meine Basalt- und Granitplatten haben scheinbar Hochton- Energie gespeichert, die das Klangbild nach oben verschoben hat. Zugleich wurden die Raumabbildung und die "Feinheit" deutlich besser. Die Dynamik hat einige meiner erfahrenen Gäste fasziniert. Jetzt steht alles im Holz-Rack, der Klang ist wieder voluminöser, aber o.g. "Spritzigkeit" ging verloren.


vielleicht ist das aber bei deinen Lautsprechern nochmal etwas anders. Schließlich stehen die ja letztendlich auf Fliesen. Schwingt denn der Boden mit, wenn du (basshaltige) Musik abspielst ? Eventuell kannst du die Granitplatten, die du schon hast, probeweise unter die B&W verfrachten, falls sie von der Größe annähernd passen. Das sollte man aber nicht alleine machen bei großen LS und mit Spikes wird es auch nicht einfacher.

Es gibt eine SSC-Floorbase für die B&W 802, die allerdings ganz schön teuer sind (650,- € / Stück). Somit haben sich einige Leute hier wohl auch Gedanken gemacht. Wie weit man wohl mit Schieferplatten + passenden Füßen kommt ?

Mit freundlichen Grüßen

PBE


zuletzt bearbeitet 25.10.2018 15:09 | nach oben springen

#15

RE: Süddrift vor Ort ... (bei simplon)

in Private Hörsessions 25.10.2018 18:11
von GHP • 5.134 Beiträge

Servus die Herren

Ich habe bei meinen Monitoren auch mal eine kleine Verbesserung durch Austausch der Unterlage erzielt, und zwar durch SCHAUMSTOFFMATTEN.

Ob ich jetzt auch mit Platten anfangen soll ?
Obwohl, meine GENES haben ebenfalls dicke Platten als Basis, welche auf einem 500kg Schrank stehen.

Mein Phonitor 2 steht übrigens auf einem Granitmörser (sic!), dieser wiederum auf einer Granittischplatte von ca. 50kg !

Bei mir ergibt sich eine massive Basis für die Primärabhöre sozusagen durch "natürliche Gegebenheiten" im Wohnzimmer.

Ob's deshalb bei mir so gut klingt ...


Ein Leben ohne GENELEC ist zwar möglich, aber sinnlos.

nunmehriges Goldohr ! ;-)
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#16

RE: Süddrift vor Ort ... (bei simplon)

in Private Hörsessions 26.10.2018 09:37
von antwerp (gelöscht)
avatar

Nach meiner Meinung solltest du, Simplon, den Boden in dem Raum teilweise oder komplett mit einem anderen Bodenbelag ausstatten. Bodenfliesen sind die denkbar schlechtesten akustischen Voraussetzungen und führt zu Hall und einer Hochtonbetonung.
Ob in dem Fall Granitplatten oder andere Unterlagen helfen, ist nach meiner Meinung, doktern an Symptomen und nicht an der Wurzel des Problems.
Das habe ich gedacht, nachdem ich das Bild deiner Anlage betrachtet habe. Ob es wirklich der Grund für dein Problem ist müsste man vor Ort eigentlich schnell hören.
Außerdem bin ich kein Freund von überdimensionierten Lautsprechern in einem kleinen Raum - das führt immer zu Problemen, die man nicht unter Kontrolle bekommt, außer man betreibt die Lautsprecher nur mit kleinem Pegel.
Das ist aber wieder meine ganz persönliche Meinung, die keinesfalls repräsentativ sein will.


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#17

RE: Süddrift vor Ort ... (bei simplon)

in Private Hörsessions 27.10.2018 17:27
von Simplon • 1.827 Beiträge

Hallo Antwerp,

auf jeden Fall mal Danke fürs Mitdenken, wie ich besser werden kann. Du hast recht, mein Raum ist mit ca. 25 m2 und quadratischem Grundriss schwierig und hat harte Wände und den Fliessenboden. Deshalb hatte ich vor ca. 10 Jahren viel Aufwand in die Raumaustik gesteckt, zusammen mir der Akustik- Firma "r-t-f-s" ud die Nachhallzeiten (als Funktion über der Frequenz) optimiert. Mein Klangbild ist trocken, auch im Tiefbass und ich kann richtig laut hören. Da gehen meine Zeiger an der McIntosh-Endstufe auch mal bis je 400W pro Kanal.

Ich hatte allerdings einen Hoch-/MItteltonabsorber verschoben, weil ich die Auswikung auf das Klangpanorama testen wollte und schlicht vergessen, ihn wieder zurück zu montieren. Daran hat Dein post mich heute erinnert.

In einem typisch eingerichteten 25 qm Wohnzimmer beträgt der Nachhall im Mittel ca. 0,5 Sekunden. Bei Parkettboden sogar über 0,6 Sekunden! Für ein perfektes akustisches Erlebnis benötigen Sie jedoch einen Abhörraum mit einer Nachhallzeit von 0,25 bis 0,35 Sekunden (r-t-f-s). Dahin haben wir gearbeitet, wobei Bässe auch im Idealfall bis 0,6 sec haben sollen

Ich werde aber Deinen Hinweis nicht vergessen und mal überprüfen, ob der Boden zuviel Hochton reflektiert, ich damit die Gesamtlautstärke zu niedrig fahre, was wiederum den Bässen am LS Strom vorenthalten würde. Eine sehr basslastige Musik mit wenig Hochton müsste dann ja perfekt klingen. Vielleicht mal Bachs Toccata und Fuge in D-moll als Schallplatte mit aktueller Aufnahmetechnik besorgen, meine stammt aus den 70ern von der Silbermann-Orgel in Meißenheim (Intercord) .

Ich habe das Problem aber stärker in der Analogschiene, während meine digitale Schiene (MacBook-Amarra-Weiss DAC) dieses Problem mit zu leisen Bässen nicht so stark hat.

VG
simplon


Gruß Simplon

It don´t mean a thing if it ain´t got that swing (Duke Ellington, lyrics: Erving Mills, 1931)


zuletzt bearbeitet 27.10.2018 17:42 | nach oben springen

#18

RE: Süddrift vor Ort ... (bei simplon)

in Private Hörsessions 27.10.2018 17:56
von GHP • 5.134 Beiträge

Mögliche Reflexionen durch akustisch harte Flächen müssten sich in der Tat auch digital bemerkbar machen. DAS aber ist überhaupt nicht der Fall.
Daß eine Schallwelle sich dafür interessiert, ob die Signalquelle analog oder digital ist, wäre ja was mal ganz Neues.

Von daher kann ich mir nicht vorstellen, daß hier ein Reflexionsproblem vorliegt.


Ein Leben ohne GENELEC ist zwar möglich, aber sinnlos.

nunmehriges Goldohr ! ;-)
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#19

RE: Süddrift vor Ort ... (bei simplon)

in Private Hörsessions 27.10.2018 18:12
von maldix • 3.625 Beiträge

Simplon, basiert das auf reinem Empfinden , sprich subjektivem hören? Oder hast du schon mal eine Messung gemacht die das Unterstreicht?

Denke auch wie Giga, dass digital und analog keine Unterschiede haben sollten.
Dass sich allerdings Frequenzen als Resonanzen o.ä. Mit Tonannehmer Tonarm ect auswirken könnten wäre auch denkbar.


auditorus te salutant
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#20

RE: Süddrift vor Ort ... (bei simplon)

in Private Hörsessions 27.10.2018 19:08
von tscherbla • 253 Beiträge

Hallo liebe Leut,

Zitat
Daß eine Schallwelle sich dafür interessiert, ob die Signalquelle analog oder digital ist, wäre ja was mal ganz Neues.


GHP, lustig beschrieben. Das kann natürlich nicht sein.

Zitat
Von daher kann ich mir nicht vorstellen, daß hier ein Reflexionsproblem vorliegt.


Diese Schlussfolgerung halte ich allerdings für etwas übereilt .

die digitale Schiene wird ein perfekt neutrales Signal an die LS senden. Beim Colibri bezweifel ich das. Auch wenn jetzt ein Aufschrei durch die Reihen geht, so sollte man bedenken, dass das Colibri - wie viele andere Systeme auch - eine deutliche Anhebung ab 8 KHz aufweist.
Da also das Signal der digitalen und analogen Aufbereitung deutlich voneinander abweicht, ist die Feststellung durchaus pausibel. Die Tonalität ist bei beiden Systemen verschieden.
Somit ist die Wahrnehmung von Simplon durchaus nachzuvollziehen.

Gruß
Peter


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