Nun, so kristalklar wie meinetwegen ein Album von Diana Krall, obwohl von ihr auch nicht alle gleich gut aufgenommen sind, ist Day breaks nicht und will es auch nicht sein.
Die auf meiner Anlage hörbare "Atmosphäre" kommt einem Jazzclub gleich mit gedämpften Wänden, vielleicht sogar Plüsch. Dadurch klingen die Instrumente ohne jeden Nachhall sehr sonor, sind aber doch präsent, jedenfalls hört sich das bei mir so an.
Gestern Nachmittag habe ich zum Cafe die Stereo 11, mit der Rezension des Albums mitgenommen. Dort steht auch etwas von einem legendären Londoner Jazzclub. Also meine These, dass der Klang zum Konzept gehört ist nicht von ungefähr. Auch das vergilbte Cover spiegelt die Absicht.
Wie gesagt, es klingt nicht brilliant, aber das würde auch nicht zu den gebotenen Songs passen. Norah Jones hat eine sehr dunkle Stimme, die bei mir auch wunderschön klingt, keine Spur von Taschtuch oder ähnlichen Äußerungen.
In sofern ist bei mir persönlich Alles in Ordnung - habe das Album gestern mehrfach angehört und finde es musikalisch sehr gut, das empfinde ich nicht bei jedem Album.
Gruß antwerp, defender of Day breaks by Norah Jones