So, nun hab ich es geschafft auch mal in Day Breaks reinzuhören, und zwar einen Rip der CD Deluxe Edition. Ich würde jetzt nicht sagen, dass sie unsäglich schlecht ist, aber es ist schon eine eigentümliche Klangcharakteristik. Ich sehe mich halb bei Antwerp, halb bei den enttäuschten Qobuzern.
Die Stimme von Frau Jones wirkt dunkler, aber im für mich positiven Sinn. Angenehmer, weiblicher, na sagen wir durchaus anmachender. ;-)
Bei ihren früheren Alben fand ich die Songs immer besser als die Gesangskünste.
Die Räumlichkeit der Aufnahme variiert von Stück zu Stück, mal mehr, mal weniger, mal gar nichts.
Was ihrer Stimme schmeicheln mag, tut allerdings dem Schlagzeug und dem Piano gar nicht gut. Das lässt mich teilweise glauben, ich sitze in einem Nebenraum eines Jazzclubs, oder in einem Separee. Exemplarisch nenne ich mal die Nr. 5: And Then There Was You. Da gibt es gleich zu Beginn einen Einsatz der Cymbals, das ist so grottig, dass man sich erschreckt. Für einen Vergleich empfehle ich irgendein Stück von The Bassface Swingtrio, da kann man hören, wie ein Schlagzeug und ein Piano klingen müssen.
Vielleicht ist es ja wirklich Absicht gewesen, die Stimmung eines Nachtschwärmers abzubilden, der in irgendeiner Ecke eines Clubs die Morgendämmerung abwartet, während weit entfernt auf der Bühne die Band spielt. Nach 5-6 Whiskys könnte es mir glatt gefallen, also die Stimmung ... :-)
LG, Bo