Als erstes fällt auf, daß die 2013er HiRes. Version deutlich lauter ist als die MFSL-Version von 2015.
Deutliche Differenzen in der Loudness einer Aufnahme machen den Vergleich immer etwas schwierig, ist es doch gerade bei akustischem Jazz nicht ganz einfach, nach Gehör am Lautstärkeregler zu drehen um gleiche Lautstärke zu wählen.
Die Räumlichkeit scheint bei MFSL einen Tacken besser zu sein. Der Unterschied ist aber wirklich minimal. Die 2013er Version bringt Miles' Trompete ein klein wenig brillianter rüber, was ihr mehr Kraft verleiht. Bei MFSL ist mir schon immer aufgefallen, daß Brillanz im Sinne von glasklarer Darstellung der oberen Mitten und des High End nie deren primäre Stärke war. Leider sind die Angaben zum verwendeten Equipment beim Remastering bei MFSL stets sehr allgemein gehalten, so daß man nie weiß, was exakt zum Einsatz kam.
Mal abgesehen vom deutlichen Pegelunterschied, sind die klanglichen Differenzen sehr subtil, was ich auch nicht anders erwartet hatte. Beide Versionen sind auf Top-Niveau und es ist erstaunlich, daß eine so alte Aufnahme überhaupt dermaßen gut klingen kann. Beide Remasters klingen, als wäre die Aufnahme erst gestern erfolgt. Was zeigt, was möglich ist, wenn man sich im Studio richtig Mühe gibt. 