#31

RE: High-End das man oft nicht kennt

in Neuigkeiten & Smalltalk 19.07.2017 10:06
von Pale Blue Eyes • 801 Beiträge

Hallo,

es ist auffällig, dass Firmen, die quasi aus einem Macher (Entwickler) bestehen, oft klanglich sehr gut dastehen, aber dann bei der Optik / Haptik etwas eigenwillig sind. Man merkt, dass hier oft für Kunden produziert wird, die nur auf den Klang abfahren und bereit sind bei der Optik / Haptik Abstriche zu machen. Mich würden die Plastik(?)regler bei den Thöress-Geräten jedenfalls stören.

Andererseits habe ich eine Sonics Allegra, die optisch sagen wir mal gewöhnungsbedürftig ist, aber bei der Anschaffung den anderen Anbietern damals klanglich weit voraus war. Joachim Gerhard ist ein Meister des Klanges aber auch des sperrigen Designs. Ich persönlich bin der Meinung, dass das nicht sein muss und man den Kunden auch optisch was bieten muss. Ich denke bei größeren Anbietern läuft das anders und es gibt wahrscheinlich eine Person, die sich darum kümmert, dass das Design „markttauglich“ ausfällt. Vor allem sollte sich die Marke auch durch ein einheitliches Design auszeichnen, Stichwort Wiedererkennungswert. Vielleicht sind es diese optischen / haptischen Abstriche, dass die Firmen nicht aus der „Nische“ herauskommen und mehr Absatz generieren können.

Typisch: Ich habe mal angefragt, ob es einen aktiven Monitor nicht auch in anderen Farben wie grau geben würde. Antwort: Nur weiß und grau. Soll heißen: Wir produzieren nur für das Studio und die privaten Konsumenten sind uns wurscht. Na dann halt nicht.

Mit freundlichen Grüßen

PBE


zuletzt bearbeitet 19.07.2017 10:10 | nach oben springen

#32

RE: High-End das man oft nicht kennt

in Neuigkeiten & Smalltalk 19.07.2017 11:27
von tom539 • 2.990 Beiträge

Zitat von Pale Blue Eyes im Beitrag #31
Hallo,

es ist auffällig, dass Firmen, die quasi aus einem Macher (Entwickler) bestehen, oft klanglich sehr gut dastehen, aber dann bei der Optik / Haptik etwas eigenwillig sind. Man merkt, dass hier oft für Kunden produziert wird, die nur auf den Klang abfahren und bereit sind bei der Optik / Haptik Abstriche zu machen. Mich würden die Plastik(?)regler bei den Thöress-Geräten jedenfalls stören.

Andererseits habe ich eine Sonics Allegra, die optisch sagen wir mal gewöhnungsbedürftig ist, aber bei der Anschaffung den anderen Anbietern damals klanglich weit voraus war. Joachim Gerhard ist ein Meister des Klanges aber auch des sperrigen Designs. Ich persönlich bin der Meinung, dass das nicht sein muss und man den Kunden auch optisch was bieten muss. Ich denke bei größeren Anbietern läuft das anders und es gibt wahrscheinlich eine Person, die sich darum kümmert, dass das Design „markttauglich“ ausfällt. Vor allem sollte sich die Marke auch durch ein einheitliches Design auszeichnen, Stichwort Wiedererkennungswert. Vielleicht sind es diese optischen / haptischen Abstriche, dass die Firmen nicht aus der „Nische“ herauskommen und mehr Absatz generieren können.

Hy PBE,

das ist ein guter Punkt, dem ich voll zustimme.

Weiteres Beispiel wäre Hifiakademie - die Produkte von Hubert Reith sind klanglich sehr gut und bieten einen enormen Funktionsumfang zum "moderaten" Preis.
Die Optik ist, bis auf den Mini-Streamer, aber etwas "altbacken" - da könnte man mehr draus machen. Durch den Direktvertrieb ist auch die Sache mit einer Teststellung "schwierig", wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann...

Eine Sonics Allegra würde bei mir auch spielen - wenn meine Frau nicht ein optisches Veto eingelegt hätte...


Gruß, Tom
... just listen
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#33

RE: High-End das man oft nicht kennt

in Neuigkeiten & Smalltalk 19.07.2017 13:06
von antwerp (gelöscht)
avatar

So schlimm finde ich Thörres Design überhaupt nicht - es hat etwas professionelles, zeigt Seriosität, ernsthafter Umgang mit dem Thema Musik, keine Show - das sehe ich, wenn ich die Geräte anschaue.
Wenn ich es neben Devialet stelle wirkt es natürlich merkwürdig, aber eine ganze Kette mit allen Geräten, wie auf dem Bild finde ich recht schön. Würde die ganze Kette nehmen, einen Linn Akurate DS und einen LP 12 Climax, dann hat man ausgesorgt.
Ein Regler aus Plastik würde mich nicht stören, wenn das dahinter liegende Teil hochwertig ist und so wird es wahrscheinlich bei Thörres sein. Der versteht sein Handwerk.
Vielleicht will man auch gar nicht für die große Masse produzieren, sondern nur gut davon leben können. Finde ich persönlich auch eine bessere Lebenseinstellung, statt unnötig Ressourcen zu verbrauchen.


zuletzt bearbeitet 19.07.2017 13:11 | nach oben springen

#34

RE: High-End das man oft nicht kennt

in Neuigkeiten & Smalltalk 19.07.2017 13:47
von Pale Blue Eyes • 801 Beiträge

Hallo,

Zitat von tom539 im Beitrag #32

Eine Sonics Allegra würde bei mir auch spielen - wenn meine Frau nicht ein optisches Veto eingelegt hätte...

kann ich gut verstehen, dass hier aus optischen Gründen ein Veto eingelegt wird. Ich habe selbst auch nicht gedacht, dass sich die Lautsprecher mit der Optik gut absetzen lassen. Aber der Händler, bei dem ich gekauft habe, hat mir einige Jahre später erzählt, dass die Allegra der Lautsprecher war, den sie in der Preisklasse am besten verkauft haben. Hat mich überrascht, dass so viele hier ein Auge zugedrückt und nach klanglichen Gesichtspunkten entschieden haben. Allerdings kann man bei Lautsprechern mit einem gut verarbeitetem Gehäuse (Makassar, Zebrano oder Vogelaugenahorn) immer noch etwas gutmachen. Die Fa. Sonics hat aber nicht überlebt und ich bin der Meinung, dass das in erster Linie der gewöhnungsbedürftigen Optik der Lautsprecher geschuldet war.

Ich war im Endeffekt damals froh, dass Lautsprecher und Verstärker so gut miteinander harmonierten, sodass ich eine Verschlechterung bei der Optik in Kauf genommen habe. Einen Designpreis würde ich mit meiner gesamten Anlage bestimmt nicht gewinnen.

Mit freundlichen Grüßen

PBE


zuletzt bearbeitet 19.07.2017 13:54 | nach oben springen

#35

RE: High-End das man oft nicht kennt

in Neuigkeiten & Smalltalk 19.07.2017 20:45
von GHP • 5.080 Beiträge

Zitat von antwerp im Beitrag #30


....

Ich glaube man merkt, dass ich Plattenspieler mag.



Definitiv !


Ein Leben ohne GENELEC ist zwar möglich, aber sinnlos.

nunmehriges Goldohr ! ;-)
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#36

RE: High-End das man oft nicht kennt

in Neuigkeiten & Smalltalk 19.07.2017 23:30
von Simplon • 1.817 Beiträge

Ein Motor treibt den 16 kg Plattenteller, darf diesen aber eigentlich nicht berühren, um nicht zu stören. Die Nadel muss problemlos der Rille folgen, hängt aber am Tonarm, der wiederum mit der Trägheit seiner Masse die Nadel am Folgen hindert und das ganze auch noch durch skating nach innen zieht. Lauter wiedersprüchliche Ziele, deren Optimierung (nicht Lösung) mitunter gigantischen Aufwand in der Mechanik rechtfertigt.

In den 80ern hieß es " Bei Digital ist alles egal". Dann merkte man, das bei Digital doch große Unterschiede zu hören waren. Der Analogklang wurde mit SACD und Audio-DVD wieder als digitales Klangideal deklariert. Wenn man über DSD vs. PCM in DACs liest, heißt es auch, DSD komme dem analogen Klang näher. Obwohl keine mechanischen Harausforderungen zu optimieren sind, optimiert man wieder für unvorstellbare Gerätepreise, diesmal am Jitter, den Filtern, Stromversorgungen, Röhrenausgänge ( klingen noch analoger) etc.

Die schwierigste Form mit schier unlösbaren mechanischen Problemen ist also zum Klangideal der digitalen Welt geworden, welche diese aber nicht vollständig erreichen kann.

Das schreit doch nach einer neuen Datenform, ohne hochkomplexe Mechanik, aber mit Analogklang vom Feinsten.

Simplon spart schon, um über 2.500 Alben nochmals in diesem noch unbekannten Format zu kaufen.


Gruß Simplon

It don´t mean a thing if it ain´t got that swing (Duke Ellington, lyrics: Erving Mills, 1931)


zuletzt bearbeitet 19.07.2017 23:47 | nach oben springen

#37

RE: High-End das man oft nicht kennt

in Neuigkeiten & Smalltalk 19.07.2017 23:35
von GHP • 5.080 Beiträge

Bin ich froh, daß ich analog nicht brauche.


Ein Leben ohne GENELEC ist zwar möglich, aber sinnlos.

nunmehriges Goldohr ! ;-)
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#38

RE: High-End das man oft nicht kennt

in Neuigkeiten & Smalltalk 19.07.2017 23:43
von Simplon • 1.817 Beiträge

Zitat von GHP im Beitrag #37
Bin ich froh, daß ich analog nicht brauche.


Was man nicht kennt, kann man auch nicht vermissen. Ich habe heute erstmals Ben Webster mit Uncle Ben aus den 60ern mit 200gr. Vinyl mit 45 rpm gehört. Da bleibt alles digitale, das ich kenne, auf der Strecke. Aber der neue Weiss Dac 502 (NF meines DAC202) kostet halt über 10.000 €, der Refernz DAC liegt bei 20.000. vieleicht kommen die ja näher an das analoge Klangideal.


Gruß Simplon

It don´t mean a thing if it ain´t got that swing (Duke Ellington, lyrics: Erving Mills, 1931)


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#39

RE: High-End das man oft nicht kennt

in Neuigkeiten & Smalltalk 20.07.2017 00:08
von GHP • 5.080 Beiträge

Kaufen !

Da erweitere ich lieber mein Fotoequipment für oder lasse es in Wien krachen.
Ultra-Analog im Konzertsaal.

Allerdings werde ich weiter mit "analogifying software" experimentieren.
Habe jetzt Software zur Emulation des typischen Klangs der großen Studer-Maschinen aus den 70ern und 80ern.
Da, mal abgesehen vom Direktschnitt, früher immer das Analogband die Quelle für die LP war
müßte dieses eigentlich ja noch viel besser klingen.
Für mich produziert die LP-Wiedergabe einen Sound, der offenbar viele Leute anspricht, die etwas im Klang suchen, daß möglicherweise im Original nie vorhanden war. Damit ist das Ganze dann eine Art Sounding, das durchaus toll klingen kann, in seinen Gestaltungsmöglichkeiten aber der Digitaltechnik haushoch unterlegen ist.


Ein Leben ohne GENELEC ist zwar möglich, aber sinnlos.

nunmehriges Goldohr ! ;-)
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